ZSC ändert Meinung: Doch kein fünfter Ausländer im Schweizer Eishockey?
Aktualisiert

ZSC ändert MeinungDoch kein fünfter Ausländer im Schweizer Eishockey?

Nach einem spektakulären Meinungsumschwung dürfte es auch für nächste Saison bei vier Ausländern in der NLA bleiben.

von
Klaus Zaugg

Der Antrag des SC Bern auf einen fünften Ausländer für die nächste Saison schien an der Ligaversammlung vom 26. November nur noch Formsache. Zumal SCB-General Marc Lüthi mit ZSC-Manager Peter Zahner eine «Achse des Bösen» geschmiedet hatte.

Doch heute hat Zahner die Meinung auf Geheiss seines VR-Präsidenten Walter Frey geändert: Er ist nicht mehr für, sondern gegen den fünften Ausländer. Frey hat seinen Manager darauf hingewiesen, dass es nicht glaubwürdig sei, die grösste Nachwuchsabteilung des Landes zu finanzieren (die GCK Lions) und dann für einen zusätzlichen Ausländer zu votieren.

Wohl fünf Gegenstimmen vorhanden

Zahner kommentiert nicht, ob er von oben angewiesen worden ist, die Meinung zu ändern. Er räumt aber gegenüber 20 Minuten Online ein: «Die Frage, ob wir für vier oder fünf Ausländer sind, ist ein strategischer Entscheid und damit auch Sache des Verwaltungsrates. Wir haben die ganze Problematik noch einmal gründlich analysiert und sind nun zum Schluss gekommen, dass es besser ist, bei vier Ausländern zu bleiben.»

Nach diesem «Verrat» hat der SCB-Vorschlag keine Chance mehr. Die fünf Gegenstimmen um das Geschäft zu bodigen sind beisammen: Neben den ZSC Lions werden auch Davos, Biel, Zug und Kloten gegen den 5. Ausländer votieren. SCB-General Marc Lüthi schliesst nun nicht mehr aus, dass er seinen Antrag auf einen 5. Ausländer aufgrund von politischer Chancenlosigkeit zurückzieht.

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