Doch kein Wasser auf dem Mars
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Doch kein Wasser auf dem Mars

Vermeintliche Wasserspuren auf dem Mars sind wohl doch nur Erdrutsche. Zu diesem Schluss kommt ein internationales Forscherteam mit Berner Beteiligung, nachdem es Bilder von bisher unerreichter Schärfe vom roten Planeten untersuchte.

Die Forscher setzen für ihre Mars-Erkundung eine Kamera mit der bislang höchsten Auflösung ein. Sie ist an der «Mars Renaissance Orbiter»-Sonde der US-Raumfahrtbehörde NASA befestigt und liefert gestochen scharfe Bilder der Mars-Oberfläche, wie die Universität Bern am Donnerstag mitteilte.

Die besondere Aufmerksamkeit der Forscher galt einer Entdeckung aus dem vergangenen Jahr. Vorher-Nachher-Bilder eines älteren Mars- Orbiters zeigten helles Schuttmaterial, das sich vor kurzem in zwei Vertiefungen abgelagert hatte.

Diese frischen Ablagerungen weckten Hoffnungen, dass damit das Vorhandensein heutiger Wasserströme auf dem Planeten entdeckt worden sei. Die Erkenntnisse aus den neuen Bildern lassen jetzt aber vermuten, dass die Ablagerungen auch durch Erdrutsche von trockenem, losem Material entstanden sein könnten.

Zumindest für diese Stelle gebe es jetzt halt auch eine alternative, wenn auch «trockene» Erklärung, wird Professor Nicolas Thomas vom Physikalischen Institut der Universität Bern in einer Mitteilung vom Donnerstag zitiert wird.

Die Ergebnisse des internationalen Forscherteams werden am Freitag im Wissenschaftsmagazin «Science» publiziert.

(sda)

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