Kehrtwende: Doch keine Homo-Ehen in Arkansas
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KehrtwendeDoch keine Homo-Ehen in Arkansas

Vor Kurzem entschied ein Richter in Arkansas, dass das Verbot gegen gleichgeschlechtliche Ehen aufgehoben werden soll. Das Oberste Gericht kippt den Entscheid nun wieder.

Eines von 450 Paaren, die eine Heiratslizenz im US-Bundesstaat Arkansas erhalten haben.

Eines von 450 Paaren, die eine Heiratslizenz im US-Bundesstaat Arkansas erhalten haben.

Das Oberste Gericht in Arkansas hat am Freitag die Wiederaufnahme von Homo-Ehen in dem US-Staat vorerst gestoppt. Damit gab es einer niedrigeren Instanz statt, die die Aussetzung eines Urteils von Bezirksrichter Chris Piazza beantragt hatte. Dieser hatte das Verbot von Homo-Ehen in Arkansas für verfassungswidrig erklärt und alle entsprechenden Gesetze gekippt.

In der Folge erhielten mehr als 450 gleichgeschlechtliche Paare in dem konservativen Staat im sogenannten Bible Belt Heiratslizenzen. Vier Bezirke in Arkansas beantragten jedoch einen Stopp, solange das Urteil Piazzas noch angefochten wird. Mit dem jüngsten Urteil des Obersten Gerichtshofs dürfen vorerst keine Heiratslizenzen vergeben werden.

17 andere Staaten in den USA erlauben Homo-Ehen. In Idaho wurde ein Verbot am Dienstag gekippt. Am Donnerstag entschied aber ein Berufungsgericht, Homo-Ehen vorerst auszusetzen, während es über einen Antrag auf einen Aufschub berät.

Zuletzt hatten Bundesrichter in Michigan, Oklahoma, Utah, Virginia und Texas das dort geltende Verbot von Homo-Ehen gekippt. Kentucky, Ohio und Tennessee wurden angewiesen, in anderen Staaten geschlossene gleichgeschlechtliche Ehen anzuerkennen. (sda)

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