Aktualisiert

Doch keine Nazi-Pornos

Die als angebliche Nazi-Pornos bekannt gewordenen «Sachsenwaldfilme» stammen nach Einschätzung eines Filmhistorikers des Bundesarchivs in Koblenz zweifelsfrei erst aus den 50er Jahren.

Die Machart der Filme «Frühlingserwachen» und «Der Fallensteller» sowie Details wie Kleidung, Frisur, Make-Up und Requisiten deuteten zweifelsfrei auf Amateuraufnahmen erst aus der Zeit nach der Währungsreform hin, sagte Filmarchivar Helmut Regel dem Fernsehsender 3sat.

Der Frankfurter Schriftsteller Thor Kunkel hatte dagegen nach Recherche der Geschichte der «Sachsenwaldfilme» in seinem Roman «Endstufe» beschrieben, wie in der NS-Zeit Porno-Filme gedreht worden seien, um sie gegen Rohstoffe einzutauschen. Der Rowohlt Verlag nahm Ende Januar den für März geplanten Roman ohne nähere Begründung aus dem Programm. (sda)

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