Aktualisiert 01.04.2010 08:32

MalaysiaDoch keine Stockhiebe für biertrinkende Frau

Ein malaysischer Sultan hat die von einem Scharia-Gericht ausgesprochene Strafe in dreiwöchige gemeinnützige Arbeit umgewandelt. Drei andere Frauen hatten weniger Glück.

Die 32-jährige Frau hatte noch einmal Glück: Trotzdem, dass sie Bier getrunken hat, wird sie nicht mit Stockhieben bestraft.

Die 32-jährige Frau hatte noch einmal Glück: Trotzdem, dass sie Bier getrunken hat, wird sie nicht mit Stockhieben bestraft.

Das teilte der Anwalt der 32-jährigen Frau, Adham Jamalullail, am Donnerstag mit. Der Sultan des malaysischen Staates Pahang, Ahmad Shah, hat als ein Hüter des Islams die Möglichkeit, Strafen zu erlassen oder umzuwandeln.

Am 25. August vergangenen Jahres hatte ein Gericht die Bestrafung der zweifachen Mutter Kartika Sari Dewi Shukarno mit sechs Stockhieben auf unbestimmte Zeit ausgesetzt. Die Strafe werde überprüft, da sie als «zu extrem» betrachtet werde, hiess es. Zu diesem Zeitpunkt wäre es das erste Mal gewesen, dass bei einer Frau die Prügelstrafe angewendet wird. Inzwischen sind aber drei Frauen wegen vorehelichen Sex mit Stockhieben bestraft worden.

Kartika war bei einer Razzia in einer Hotelbar mit einem Bier erwischt worden. Der Konsum von Alkohol ist Muslimen in dem südostasiatischen Land verboten. In Malaysia gilt für die rund 60 Prozent Muslime der 28 Millionen Einwohner das islamische Recht, die Scharia. (dapd)

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