Neue Studie: Doch, Lockdown und Grenzschliessung bremsten das Coronavirus tatsächlich

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Neue StudieDoch, Lockdown und Grenzschliessung bremsten das Coronavirus tatsächlich

Wie eine neue Studie von «Science Translational Medicine» zeigt, dämmten Lockdown, Contact Tracing und Grenzschliessungen das Coronavirus ein. 

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Die Grenzschliessung während der Pandemie hat dazu beigetragen, dass das Virus nicht mehr eingeschleppt wurde. 

Die Grenzschliessung während der Pandemie hat dazu beigetragen, dass das Virus nicht mehr eingeschleppt wurde. 

20min/Michael Scherrer
Auch die Lockdowns hatten einen positiven Effekt gegen die Ausbreitung des Virus.

Auch die Lockdowns hatten einen positiven Effekt gegen die Ausbreitung des Virus.

20min/Anna Bila
Tanja Stadler von der ETH Zürich war Leiterin der Studie. 

Tanja Stadler von der ETH Zürich war Leiterin der Studie. 

Youtube/Der Schweizerische Bundesrat

Darum gehts

  • In einer Studie wurde herausgefunden, dass das Virus nach den Corona-Grenzschliessungen 90 Prozent weniger eingeschleppt wurde.

  • Während des Lockdowns hielten sich die Viren nur halb so lang in der Bevölkerung als nach der Aufhebung des Lockdowns. 

  • Die neue Studie ist eine der grössten Untersuchungen in diesem Bereich weltweit.

Die Grenzschliessungen, der Lockdown und das Contact-Tracing in der Schweiz während der Pandemie zeigten eine starke Wirkung. Wie das renommierte Fachjournal «Science Translational Medicine» schreibt, wurden 2020 in der Schweiz über 11’000 Genomsequenzen des Virus untersucht. 

Die Studie hat herausgefunden, dass nach den Grenzschliessungen das Virus zu 90 Prozent weniger eingeschleppt wurde. Die Autorinnen schreiben, dass das Ergebnis nahe lege, dass man das Infektionsgeschehen im Land erfolgreich von anderen Ländern abkoppeln konnte. Ein weiterer Punkt: Während des Lockdowns hielten sich die Viren nur halb so lang in der Bevölkerung als nach der Aufhebung des Lockdowns.

Eine der grössten Untersuchungen weltweit

Die Erkenntnisse der Studie sind dank sogenannten Genom-Sequenzierungen zustande gekommen. Dabei entschlüsselt man den aus 30’000 Buchstaben bestehenden «Gen-Code» des Virus, wie «Science Translational Medicine» schreibt. Durch die Entschlüsselung dieser Gen-Sequenzierungen lassen sich Infektionswege nachvollziehen. 

«Dass diese Massnahmen wirksam waren, wurde bereits zuvor in qualitativen Studien gezeigt. Wir haben es basierend auf genomischen Daten quantifiziert», so Tanja Stadler von der ETH Zürich, wie der «Blick» unter Berufung auf Keystone SDA schreibt. «Es war für das Jahr 2020 eine der grössten Untersuchungen weltweit in diesem Bereich. Vor Pandemie-Zeiten wurden für solche Studien nur ein paar hundert Gene sequenziert.»  

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(fos)

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