Kein Erbarmen: Doch Mammutprozess für Mladic

Aktualisiert

Kein ErbarmenDoch Mammutprozess für Mladic

Der Prozess gegen den serbischen Ex-Militärchef Ratko Mladic am UNO-Strafgerichtshof wird nicht aufgeteilt. Die Staatsanwaltschaft hatte dies verlangt, die Richter wiesen den Antrag jedoch zurück.

Ratko Mladic vor dem Den Haager UNO-Strafgerichtshof im Juli 2011: Seit Dienstag liegt der 68-Jährige wegen einer Lungenentzündung im Spital.

Ratko Mladic vor dem Den Haager UNO-Strafgerichtshof im Juli 2011: Seit Dienstag liegt der 68-Jährige wegen einer Lungenentzündung im Spital.

Der wegen Völkermord angeklagte serbische Ex-Militärchef Ratko Mladic muss sich nun doch in einem Mammutprozess vor Gericht verantworten. Der UNO-Strafgerichtshof für das ehemalige Jugoslawien wies am Donnerstag einen Antrag der Staatsanwaltschaft auf eine Aufteilung des Verfahrens ab.

Eine Aufteilung in zwei aufeinanderfolgende Prozesse könnte zu Vorurteilen gegen den Angeklagten führen und den Ablauf des Verfahrens erschweren, teilten die Richter in Den Haag mit.

Gesundheitszustand immer schlechter

Die Staatsanwälte hatten eine Aufteilung gefordert, weil sich der Gesundheitszustand von Mladic immer weiter verschlechtert hat. Der 68-Jährige wird seit Dienstag in einem Krankenhaus in Den Haag wegen einer Lungenentzündung behandelt.

Die Anklage wollte Mladic zuerst wegen des Völkermords an bosnischen Muslimen in Srebrenica zur Verantwortung ziehen. In einem zweiten Prozess sollten dann weitere mutmassliche Kriegsverbrechen behandelt werden. (sda)

Deine Meinung