22.07.2020 03:02

Unterwegs in den BergenDodo zeigt sein mobiles Container-Studio

Eigentlich wollte Dodo mit seinem Schiffscontainer auf dem Seeweg bis nach Südafrika reisen. Wegen Corona musste er umdisponieren. Wir haben den Reggae-Star in seinem neuen, mobilen Tonstudio besucht.

von
Katja Fischer

Container statt Hippie-Bus: Dodo öffnet die Türen zu seinem Container-Studio, mit dem er drei Monate unterwegs ist.

Video: Jan Dino Kellenberger/20 Minuten

Darum gehts

  • Während drei Monaten reist Reggae-Musiker Dodo mit seinem Container auf Schweizer Pässe.
  • Im zwölf Meter langen und elf Tonnen schweren Container ist sein neues Musikstudio untergebracht.
  • Unterwegs produziert der Zürcher sein neues Album.
  • Den ursprünglichen Plan, per Container nach Afrika zu reisen, musste er vorübergehend begraben.
  • 20 Minuten öffnet er die Türen seines umgebauten Schiffscontainers.

Die Koffer waren schon gepackt. Die Arbeiten am mobilen Musikstudio fast abgeschlossen. Der Platz auf dem Rheinschiff längst gebucht. Im Frühling hätte es losgehen sollen: Mit einem umgebauten Schiffscontainer – seinem «Ministry of Good Vibes», wie er es nennt – wollte Musiker und Produzent Dodo (43) den Rhein hinab an die Nordsee und von dort entlang der afrikanischen Westküste bis nach Kapstadt reisen. Ein Jahr wollte er sich dafür Zeit nehmen und unterwegs mit verschiedenen internationalen Künstlern Musik machen.

Doch dann kam die Coronvirus-Pandemie – und der Container des «Hippie Bus»-Sängers erlitt schon Schiffbruch, noch bevor er in See stechen konnte.

«Bereisen wir halt die Häfen der Schweiz»

Das sei schon ein mächtiger Dämpfer gewesen, sagt Dodo beim Besuch von 20 Minuten. Zumal er auch schon einen Song für die Reise produziert hatte. Die Aktion abblasen wollte er trotzdem nicht: «Wir sagten uns: ‹Das Projekt ist too big to fail. Jetzt haben wir einen Container, dann bereisen wir halt die Häfen der Schweiz – die Pässe.›»

Statt aufs Meer hinaus ging es jetzt hoch in die Berge: Seit Samstag steht Dodos neonkorallfarbener, zwölf Meter langer und elf Tonnen schwerer Container auf dem Grimselpass. In den kommenden drei Monaten reist der Zürcher auf weitere Schweizer Pässe, empfängt dort musikalische Gäste und produziert sein neues Album. Eine erste Single ist bereits im Kasten: «Türe Gaht Uf» ist während des Lockdown entstanden und fungiert quasi als Soundtrack für die Reise.

Ganz begraben hat Dodo seine Afrikareise indes nicht: Voraussichtlich 2022 will er mit seinem Container dann auf dem Seeweg nach Südafrika tuckern. Jetzt wird sein mobiles Studio schon einmal in der Schweiz auf Herz und Nieren getestet.

Piano, Kaffeemaschine und «Balkon»: Im Video oben zeigt Dodo sein ausgeklügeltes Container-Studio.

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2 Kommentare
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HerrBojahrEinlauf

22.07.2020, 05:11

Verkabele sein Studio gratis mit IT Sachen !!

Manfaeo

22.07.2020, 04:01

Habe ich am Montag auf dem Grimsel gesehn. Kaum zu übersehen das Rote Eisen Ding!!