Dok-Film über Bruno Manser
Aktualisiert

Dok-Film über Bruno Manser

Letztes Jahr hat der Zuger Christoph Kühn tagelang im Dschungel von Borneo nach Bruno Manser gesucht – und einen Film gedreht. Dieser kommt am Donnerstag ins Kino.

«Auf den Spuren von Bruno Manser sind wir tagelang durch den Urwald gelaufen», erzählt Regisseur Christoph Kühn. Zusammen mit seinem Team reiste der 54-jährige Zuger im April 2006 für rund drei Monate auf die Insel Borneo.

Zwischen 1984 und 1990 hatte dort der Basler Bruno Manser mit dem Volk der Penan zusammengelebt. Als der Regenwald mehr und mehr abgeholzt wurde, begann für Manser ein unerbittlicher Kampf gegen Holzindustrie und Regierung. Er musste fliehen, kehrte aber immer wieder zurück, obwohl auf ihn ein Kopfgeld ausgesetzt war. Im Mai 2000 verschwand Manser auf Borneo dann spurlos, im Jahr 2005 wurde er für tot erklärt.

Regisseur Christoph Kühn führte für seinen Dokumentarfilm unzählige Gespräche mit den Penan. Zudem las er über tausend Seiten aus Mansers Tagebüchern und machte dabei eine überraschende Entdeckung: «Manser war eigentlich viel mehr Abenteurer als Naturschützer.» Kühns Film «Bruno Manser – Laki Penan» zeigt diese Wandlung auf und sucht nach Erklärungen für Mansers Verschwinden.

Morgen läuft im Luzerner Kino Bourbaki die Vorpremiere – mit dabei ist auch Regisseur Kühn.

Markus Fehlmann

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