Aktualisiert 05.01.2011 14:25

Körperpflege

Doktorfische dürfen nicht in der Bar arbeiten

Pediküre der anderen Art: In einer Neuenburger Bar konnten sich die Gäste nebenbei noch die Füsse pflegen lassen - durch sogenannte Putzer- oder Doktorfische. Das ist nun verboten.

Symbolbild. Fussbehandlung durch Doktorfische in Russland.

Symbolbild. Fussbehandlung durch Doktorfische in Russland.

Die Doktorfische knabberten den Barbesuchern abgestorbene Hautpartikel ab. Nun hat der Kantonstierarzt sein Veto eingelegt. Neben tierschützerischen Überlegungen führt Kantonstierarzt Pierre-François Gobat das Fehlen einer Bewilligung an. Die Chancen, eine solche zu erhalten, seien allerdings gering, sagte er am Mittwoch zu einer Meldung in der Tageszeitung «L'Express».

Pediküre durch Doktorfische ist laut Gobat auch in der Schweiz zu einer Modeerscheinung geworden. Das Bundesamt für Veterinärwesen sah sich deshalb veranlasst, die Vorschriften für den Einsatz dieser kleinen Karpfenfische zu präzisieren.

Demnach dürfen diese nur für medizinisch indizierte Behandlungen eingesetzt werden, wobei es laut Gobat auch in diesem Fall zahlreiche Auflagen zu beachten gilt. Gerade bei Hauterkrankungen wie Psoriasis leistet Dr. Fisch gute Dienste. Ihn zur normalen Fusspflege einzusetzen, sei gegen das Tierwohl.

Der Neuenburger Barbetreiber hatte seit Mitte Dezember 80 Fische im Einsatz. Um den Tieren nicht zu viel zuzumuten, setzte er sie nur zweimal pro Woche auf die Hornhaut der Gäste an. (sda)

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