Zeitzeugen: Dokumentenflut zum «Titanic»-Jahrestag
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ZeitzeugenDokumentenflut zum «Titanic»-Jahrestag

Im Internet sind mehr als 200 000 Dokumente zum «Titanic»-Untergang veröffentlicht worden. Eingesehen werden können neben Passagier- und Crewlisten auch detaillierte Beschreibungen der geborgenen Leichen.

Die Dokumentensammlung, die der britische Genealogie-Dienst ancestry.co.uk zum «Titanic»-Jahrestag angelegt hat, ist beachtlich. Mehr als 200 000 zeitgenössische Aufzeichnungen zum Unglück warten dort auf ihre Entdeckung. Mit den Dokumenten könnten die Schicksale von Passagieren an Bord nachgezeichnet werden, erklärte Miriam Silverman von ancestry.co.uk am Montag. Die Datenbank kann bis Ende Mai kostenlos genutzt werden.

Zu den veröffentlichten Dokumenten zählen unter anderem die Testamente von Kapitän Edward Smith und den Grossindustriellen Benjamin Guggenheim und John Jacob Astor, die bei dem Unglück ums Leben kamen. Auch die Berichte zur Todesursache von mehr als 300 im Wasser gefundenen Leichen sowie Bilder der Grabsteine von 121 «Titanic»-Opfern können auf der Internetseite eingesehen werden.

Zudem ist die Passagierliste der «Carpathia», die der sinkenden «Titanic» zu Hilfe kam und fast alle Überlebenden aufnahm, auf der Seite verfügbar.

Die als unsinkbar geltende «Titanic» hatte auf ihrer Jungfernfahrt nach New York in der Nacht zum 15. April 1912 einen Eisberg im Nordatlantik gerammt und sank. Nur etwa 700 der rund 2200 Menschen an Bord überlebten das Unglück.

Mit zahlreichen Aktionen wird an den Untergang vor hundert Jahren erinnert: Verschiedene Filme, Bücher und Musik kommen zum Jahrestag auf den Markt, und weltweit gibt es Sonderschauen. Am Sonntag legte ein Kreuzfahrtschiff mit ebenfalls 2200 Menschen an Bord im englischen Southampton ab, um die Route der «Titanic» nachzufahren. An Bord sind auch Nachfahren der Opfer.

(sda)

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