Aktualisiert 14.07.2009 07:14

Antonio Banderas«Dolchstoss in den Rücken»

Hollywood-Star Antonio Banderas hat sich über die Auswirkungen der Finanzkrise auf das Filmgeschäft beklagt: Sie sei ein Dolchstoss für die Regisseure. Der Beau will seinen nächsten Film mit Hilfe von Arabern realisieren lassen.

«Die Krise hat uns überrascht und uns einen Dolchstoss in den Rücken versetzt», sagte Banderas am 11. Juli beim Filmfestival im tschechischen Karlovy Vary. Der spanische Schauspieler und Filmemacher stellte dort den unter seiner Regie entstandenen Film «El camino de los ingleses» («Der Weg der Engländer») vor.

Es sei sehr schwierig, «auch nur einen Penny» von den Banken für die Umsetzung eines Filmprojekts zu bekommen, klagte Banderas. Noch härter als die grossen Studios in Hollywood treffe dies das europäische Kino, sagte Banderas, der in seiner Heimatstadt Málaga eine eigene Produktionsfirma betreibt. Für sein nächstes Filmprojekt versucht Banderas nun, in arabischen Staaten Geld aufzutreiben. Die Aussichten sind gut, schliesslich soll der Streifen die Geschichte des letzten arabischen Königs erzählen, der im neunten Jahrhundert lebte.

Er wolle den Film auf Arabisch drehen und mit Arabern zusammenarbeiten, erzählte Banderas. Mit dem Film, zu dem er selbst das Drehbuch schrieb, will der 49-Jährige sich einmal mehr von Klischees befreien. In Hollywood seien Schauspieler «das ein oder das andere, du bist ein 'Latin Lover', sie haben Schubladen, in die sie dich stecken, aber ich mache was anderes», sagte Banderas.

(sda)

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