Aktualisiert 18.12.2008 17:48

Starker FrankenDollar trudelt weiter in die Tiefe

Der Dollar hat in diesem Monat alle die Kursgewinne gegenüber dem Franken verloren, die die US-Devise seit Ende Juli verbuchen konnte. Der Kurs geriet wieder in die Reichweite der Parität, die im Frühjahr erreicht worden war.

Die US-Devise markierte bei 1.0416 Franken das Tagestief. Ende November hatte der Dollar in der Spitze zu fast 1.23 Franken die Hand gewechselt.

Die vorweihnachtlich volumenarmen Märkte lassen sich nach Händlerangaben vor allem von der Zinsdifferenz zwischen Euro und Dollar leiten. «Die Zinsdifferenz ist als Faktor wieder da», fasste ein Händler zusammen. Mit Blick auf die Nullzinspolitik in den USA haben sich viele Anleger in den letzten Tagen vom Dollar abgekehrt.

Allerdings sprachen Händler von extrem geringen Umsätzen, so dass der Dollar im Januar wieder auf einen Erholungstrend einschwenken könnte. Zudem blieben die Schwanungen extrem hoch. Das Tagestief und das Tageshoch bei 1.0766 Franken lagen am Vormittag weniger als drei Stunden auseinander.

Die aus den USA kommenden Konjunkturdaten lagen im Rahmen der Erwartungen. Gegen 17 Uhr notierte der Dollar bei 1.0605/11 (Vorabend: 1.0845/50) Franken.

Der Euro ermässigte sich zur Schweizer Währung trotz der tiefen Zinsen in der Schweiz auf 1.5356/61 (1.5551/55) Franken. Über den Jahreswechsel erscheint es Devisenanlegern besser, Mittel im Franken zu parken, obwohl die Schweizer Währung zuletzt nicht mehr so stark wie früher als Sicherheits- und Fluchtwährung eingeschätzt wurde.

(sda)

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