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Domain-Streit um schweiz.ch geht in die nächste Runde

Der Streit um die Internetadresse www.schweiz.ch kommt vor Gericht. Der derzeitige Inhaber der Webadresse akzeptiert den Entscheid der Weltorganisation für geistiges Eigentum (WIPO) nicht. Die WIPO hatte die Seite dem Bund zugesprochen.

Der Zürcher Stefan Frei beharrt weiter auf den Rechten an den Domain-Namen www.schweiz.ch, www.suisse.ch und www.svizzera.ch. Er will den Entscheid der Weltorganisation für geistiges Eigentum (WIPO) zivilrechtlich anfechten.

Die WIPO hatte Mitte Mai die Domain-Namen der Schweizerischen Eidgenossenschaft zugesprochen. Weil die WIPO viele seiner Argumente nicht berücksichtigt habe, bestehe für ihn die einzige Möglichkeit darin, den Streit vor ein Zivilgericht ziehen, sagte Frei zu einer Meldung der «NZZ am Sonntag».

Die Eidgenossenschaft habe nie das Gespräch mit ihm gesucht, sagte Frei weiter. Auf der einen Seite beharre der Bund auf den Domainnamen www.schweiz.ch, www.suisse.ch und www.svizzera.ch; auf der anderen Seite lasse er oppositionslos zu, dass sich Private die Domains schweiz.info, schweiz.eu oder switzerland.eu unter den Nagel reissen.

Frei plant derzeit auch einen Verein zu gründen und diesem die umstrittenen Domain-Namen zu übertragen. Träger des Vereins wären dann die über 10 000 User der Sites, die das Free-Mail-System und das Informationsangebot von www.schweiz.ch benutzen.

(sda)

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