Aktualisiert 18.05.2016 08:54

US-Präsidentschaftswahlen

Donald Trump für Treffen mit Kim Jong-un offen

Der voraussichtliche Präsidentschaftskandidat der Republikaner kann sich Gespräche mit Nordkorea vorstellen.

von
chk
Würde wegen Nordkorea Druck auf China ausüben: Donald Trump. (Archivbild)

Würde wegen Nordkorea Druck auf China ausüben: Donald Trump. (Archivbild)

Keystone/Ted S. Warren

Donald Trump ist im Falle einer Wahl zum nächsten US-Präsidenten offen für ein Gespräch mit Machthaber Kim Jong Un über ein Ende von Nordkoreas Atomprogramm. Er würde kein Problem damit haben, mit Kim zu sprechen, sagte der voraussichtliche republikanische Nominierte am Dienstag in einem Reuters-Interview.

Trump fügte hinzu, er würde zudem «eine Menge Druck» auf China ausüben, weil die USA in wirtschaftlicher Hinsicht «gewaltige Macht» über Peking hätten. China ist der wichtigste Verbündete Nordkoreas.

Ein direktes Treffen zwischen einem US-Präsidenten und dem nordkoreanischen Machthaber wäre eine deutliche Abkehr von der bisherigen diplomatischen Linie der US-Regierung hinsichtlich des abgeschotteten Landes.

Trump will Pariser Klima-Abkommen neu verhandeln

In einem Interview mit der Nachrichtenagentur Reuters hat der republikanische US-Präsidentschaftskandidat Donald Trump weiteren in seine politischen Prioritäten gegeben. Unter anderem kündigte er an, als US-Präsident das Pariser-Klimaabkommen neu aushandeln zu wollen.

Das Vertragswerk sei unfair den USA gegenüber, sagte der Milliardär am Dienstag. Eine Neuverhandlung des Pariser Klima-Abkommens wäre ein schwerer Rückschlag für das Projekt, das eine Begrenzung der Treibgasproduktion vorsieht. Die Regierung des scheidenden US-Präsidenten Barack Obama hatte im April zugesagt, das Abkommen noch zu ratifizieren.

Trump kündigte zudem an, als Präsident die nach der Finanzkrise 2008 erlassenen Reformen zur Bankenregulierung – die sogenannten Dodd-Frank-Vorgaben – fast vollständig aufzuheben. «Dodd-Frank hat einen sehr negativen Einfluss und hat einen sehr schlechten Ruf», sagte er über das Gesetzespaket.

Trump erklärte weiter, er wolle langfristig einen Republikaner an der Spitze der US-Notenbank (Fed) sehen. Dabei sei er «kein Feind» von Amtsinhaberin Janet Yellen. (chk/sda/dapd)

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