Sicherheitsbedenken: Donald Trump will ab Sonntag Tiktok und Wechat sperren
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SicherheitsbedenkenDonald Trump will ab Sonntag Tiktok und Wechat sperren

US-Präsident Donald Trump könnte den Download von Tiktok und Wechat in den USA schon ab Sonntag verbieten. Es gibt aber Pläne für eine Einigung.

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President Donald Trump talks with reporters on Air Force One while returning to Washington after a campaign rally at Central Wisconsin Airport, Thursday, Sept. 17, 2020. (AP Photo/Evan Vucci)

President Donald Trump talks with reporters on Air Force One while returning to Washington after a campaign rally at Central Wisconsin Airport, Thursday, Sept. 17, 2020. (AP Photo/Evan Vucci)

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epa08671753 Oracle signage in front of the Oracle Headquarters campus in Redwood City, California, USA, 15 September 2020.. According to media reports, Oracle plans to take ownership of ByteDance's TikTok, a Chinese owned video-sharing social networking service. The deal still needs the approval of US authorities. EPA/JOHN G. MABANGLO

epa08671753 Oracle signage in front of the Oracle Headquarters campus in Redwood City, California, USA, 15 September 2020.. According to media reports, Oracle plans to take ownership of ByteDance's TikTok, a Chinese owned video-sharing social networking service. The deal still needs the approval of US authorities. EPA/JOHN G. MABANGLO

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President Donald Trump speaks at a campaign rally at the Central Wisconsin Airport Thursday, Sept. 17, 2020, in Mosinee, Wis. (AP Photo/Morry Gash)

President Donald Trump speaks at a campaign rally at the Central Wisconsin Airport Thursday, Sept. 17, 2020, in Mosinee, Wis. (AP Photo/Morry Gash)

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Darum gehts

  • Gemäss Insidern soll noch am Freitag eine entsprechende Verfügung vorliegen.
  • Ab Sonntagabend wäre die Apps dann bei Apple und Google nicht mehr verfügbar.
  • Trump begründet seine Entscheidung mit Sicherheitsbedenken hinsichtlich der Daten der rund 100 Millionen US-Nutzer

US-Präsident Donald Trump will Insidern zufolge in den USA das Downloaden des chinesischen Kurzvideodienstes Tiktok und der Messenger-App Wechat verbieten. Eine entsprechende Verfügung werde Trump am Freitag verlassen, sagten drei mit der Angelegenheit vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters. Das Verbot würde am Sonntagabend in Kraft treten.

Dann wären die Apps nicht mehr bei Apple und Google verfügbar. Die Anweisung könne aber ausser Kraft gesetzt werden, sollte Tiktok-Eigner Bytedance eine Einigung hinsichtlich der Zukunft der US-Aktivitäten erzielen. Diese soll Insidern zufolge bereits vorliegen.

US-Konzerne sollen eingebunden werden

Konkret sollen die US-Konzerne Oracle und Walmart sowie die US-Anteilseigner von Bytedance mindestens 60 Prozent an Tiktok übernehmen. Das gehe aus einem neuen Entwurf aus dem US-Finanzministerium hervor, dem Bytedance bereits zugestimmt habe, hiess es bei mit der Sachlage vertrauten Personen. Nun fehle noch grünes Licht seitens des US-Präsidenten.

Sollte der Deal so über die Bühne gehen, will Bytedance Insidern zufolge die dann Tiktok Global genannte Plattform in den USA an die Börse bringen. Völlig unklar ist noch die Haltung Chinas gegenüber dem jüngsten Vorschlag. Bytedance zufolge muss die Regierung in Peking genauso wie Trump zustimmen.

Daten von 100 Millionen Usern in Händen Chinas

Trump begründet das drohende Aus von Tiktok mit Sicherheitsbedenken hinsichtlich der Daten der rund 100 Millionen Nutzer in den USA. Er fürchtet, dass Informationen in den Händen der Kommunistischen Partei landen könnten. Gegen Vorschläge, bei denen die Chinesen weiterhin die Mehrheit gehalten hätten, opponierte er.

Kommt es nicht zu einer Einigung, sollen den Insidern zufolge zwar die Downloads der Messenger-App Wechat des chinesischen Internet-Konzerns Tencent sowie von Tiktok verboten werden, doch können US-Unternehmen weiterhin Geschäfte mit Wechat ausserhalb der USA machen und Google wie auch Apple können die Apps ausserhalb der USA weiter in ihrem Angebot haben. Aktuelle Nutzer der Apps würden nicht ins Visier genommen. Allerdings werden viele Apps unbrauchbar, sollten sie über längere Zeit nicht aktualisiert werden können, was wiederum einen Download erfordert.

Sollte Tiktok in den USA an die Börse gehen, könnte das das grösste Marktdebüt eines Technologieunternehmens werden. Bytedance-Investoren hatten den vor allem bei Jugendlichen beliebten und für Tanzeinlagen bekannten Dienst kürzlich mit mehr als 50 Milliarden Dollar bewertet. Eine Neuemission würde den Einfluss der Chinesen auf Tiktok weiter verringern, was in den USA für Zustimmung sorgen sollte. Die Notierung sei in etwa einem Jahr vorgesehen, sagten mit der Angelegenheit vertraute Personen.

(Reuters/ore)

Deine Meinung

49 Kommentare
Kommentarfunktion geschlossen

wf

19.09.2020, 11:23

Twitter lässt er in Ruhe.

Marktmacht

19.09.2020, 03:39

Wann werden die big techs zerschlagen? Facebook, Google, Microsoft, Apple, etc. Marktkapitalisierung von je über 1 Billion USD, Apple neulich sogar 2 Billionen.

baba

18.09.2020, 18:42

jaja von Medienfreiheit hat Mr. Trump ja noch nie viel gehalten ausser sie berichten Gutes über ihn. Er nimmt sich zu sehr die lieben Diktatoren wie Putin oder Kim zum Vorbild. Hoffentlich wird er bald ersetzt.