«Er hat so viele Fehler gemacht» – Donald Trump lästert über verstorbenen Colin Powell
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«Er hat so viele Fehler gemacht»Donald Trump lästert über verstorbenen Colin Powell

Statt lobender Worte gabs Häme und Kritik: Donald Trump hat den verstorbenen Ex-Aussenminister Colin Powell auf seine eigene Art «gewürdigt».

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Ex-Präsident Donald Trump nannte den verstorbenen Colin Powell einen «Republikaner nur im Namen».

Ex-Präsident Donald Trump nannte den verstorbenen Colin Powell einen «Republikaner nur im Namen».

Reuters
Powell – hier bei einem Aufritt mit angeblichen Anthrax-Bakterien vor der UNO 2003 – habe «viele Fehler» gemacht, so Trump.

Powell – hier bei einem Aufritt mit angeblichen Anthrax-Bakterien vor der UNO 2003 – habe «viele Fehler» gemacht, so Trump.

Reuters
Bereits im ersten Golfkrieg 1991 spielte Powell als Stabschef eine wichtige Rolle.

Bereits im ersten Golfkrieg 1991 spielte Powell als Stabschef eine wichtige Rolle.

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Ex-Präsident Donald Trump hält offenbar wenig vom Sprichwort «de mortuis nil nisi bene», zu Deutsch: Über Tote soll man nicht schlecht reden». Nach dem Tod des früheren Aussenministers Colin Powell (84) tat er der Welt seine Meinung über den Architekten des Golfkriegs in einer Erklärung kund. «Es ist wundervoll, zu sehen, wie die Fake-News-Medien den Mann, der im Irak grosse Fehler machte und von den nun so berühmten Massenvernichtungswaffen sprach, im Tod so gut behandeln», liess Trump verlauten. «Hoffentlich tun sie das mit mir eines Tages auch».

Und weiter: «Er war ein klassischer RINO, wenn überhaupt das, der immer der erste war, andere Republikaner zu attackieren. Er hat eine Menge Fehler gemacht, aber hin oder her: Möge er in Frieden ruhen.» Unter RINO (Republican in name only) verstehen parteiinterne Hardliner Republikaner, die sich bei wichtigen Fragen nicht hinter die Parteilinie stellen. Trumps harsche Worte dürften ihren Ursprung in der Tatsache haben, dass Powell wiederholt schwere Kritik an ihm geübt und sogar den demokratischen Gegenspieler Joe Biden zur Wahl empfohlen hatte.

Andere frühere Präsidenten würdigten Powell als «grossartigen Diener des Staates» (George W. Bush) und als «vorbildlichen Patrioten und Soldaten» (Barack Obama). Bill Clinton sagte, Powell habe die «Zeit seines Lebens unserem Land gedient» und vor allem junge Leute dabei unterstützt, sich für ihre Ideale und hohen Ziele einzusetzen.» Amtsinhaber Joe Biden nannte Powell einen «zuverlässigen Vertrauten in guten und schweren Zeiten» und ordnete an, dass die Flaggen im Land bis am Freitag auf Halbmast gesetzt werden.

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(trx)

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