Aktualisiert 06.07.2016 11:46

US-PräsidentschaftswahlenDonald Trump lobt Saddam Hussein

«Wisst ihr, was Saddam Hussein gut gemacht hat? Er tötete Terroristen.» Mit dieser Aussage provozierte Donald Trump bei einer Rede in North Caolina.

von
chk
Bringt Clinton-Berater mit seinen Aussagen zur Weissglut: Donald Trump in Raleigh, North Carolina. (5. Juli 2016)

Bringt Clinton-Berater mit seinen Aussagen zur Weissglut: Donald Trump in Raleigh, North Carolina. (5. Juli 2016)

Keystone/Gerry Broome

Der republikanische Präsidentschaftsbewerber Donald Trump hat das unbarmherzige Vorgehen des irakischen Ex-Machthabers Saddam Hussein gegen Terroristen gelobt. «Saddam Hussein war ein schlimmer Typ, nicht wahr? (...) Aber wisst ihr, was er gut gemacht hat? Er tötete Terroristen», sagte Trump am Dienstag bei einem Auftritt in Raleigh in North Carolina. «Sie lasen ihnen nicht ihre Rechte vor, sie redeten nicht. Sie waren Terroristen, und damit war es vorbei.»

Schon zu einem früheren Zeitpunkt hatte Trump erklärt, dass es zu «100 Prozent besser» um die Welt bestellt wäre, wenn Diktatoren wie Hussein und der libysche Ex-Machthaber Muammar al-Ghadhafi noch an der Macht wären. Vor der US-Invasion im Irak hat das Aussenministerium in Washington das Land auf seiner Liste der Terrorunterstützerstaaten geführt.

Donald Trump lobt Saddam Hussein. (Video: Youtube / CBS News)

Jake Sullivan, ein hoher Politberater der demokratischen Kandidatin Hillary Clinton, reagierte auf Trumps jüngste Äusserungen. Dessen «Lobpreisungen von brutalen Diktatoren kennen offenbar keine Grenzen», sagte er. Trumps Kommentare «demonstrieren, wie gefährlich er als Oberkommandierender wäre und wie unwürdig er des Amtes ist, das er anstrebt». (chk/dapd)

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