Aktualisiert 12.11.2020 16:15

US-Wahlgrafiken 2020 Das sind die Resultate auf einen Blick

Der Gewinner steht mit 273 Stimmen der Wahlleute fest, aber in den USA wird weiter gezählt. In der App siehst du alle Resultate.

von
Jean-Claude Gerber

Darum gehts

  • Die Infografiken werden nur in der 20-Minuten-App angezeigt, nicht auf dem PC.

  • Die Infografiken zeigen einen Durchschnittswert von Umfragen zu Präsidenten- und Kongresswahlen verschiedener Institute und Medien.

  • In den USA wird der Präsident nicht direkt vom Volk gewählt, sondern von Wahlleuten der einzelnen Bundesstaaten (siehe Box unten).

  • Dadurch sind Prognosen für die erwarteten Stimmen der Wahlleute aussagekräftiger als der nationale Stimmenanteil.

  • Die Werte in den Grafiken werden laufend aktualisiert.

  • Die Werte stammen von 270toWin, einer überparteilichen amerikanischen Website.

Diese Grafik zeigt, in welchen Staaten die Kandidaten voraussichtlich die Stimmen der Wahlleute holen werden.

Der nationale Stimmenanteil der beiden Kandidaten. Da der Präsident jedoch nicht direkt vom Volk gewählt wird, sind diese Werte mit Vorsicht zu geniessen. So gewannen 2000 George W. Bush und 2016 Donald Trump die Wahl, obwohl sie insgesamt weniger Stimmen gewonnen hatten – aber eine Mehrheit der Stimmen der Wahlleute.

2020 steht ein Drittel der Sitze im Senat, der kleinen Kammer des US-Parlaments (Kongress), zur Wahl.

Im Repräsentantenhaus, der grossen Kammer des US-Parlaments, werden alle Sitze neu verteilt.

So wird der Präsident gewählt

Der Präsident wird nicht direkt vom Volk gewählt, sondern durch 538 Wahlmänner und -frauen. Davon stellt jeder Bundesstaat nach Bevölkerungsgrösse eine bestimmte Anzahl. Der Kandidat mit den meisten Wählerstimmen im Bundesstaat verbucht sämtliche Wahlleute des Staates für sich. In Maine und Nebraska werden die Stimmen der Wahlleute nach Mehrheiten in den Wahlbezirken aufgeteilt. Der Gesamtsieger des Staates erhält zwei weitere Stimmen.

Die meisten Staaten sind seit Jahren entweder klar demokratisch oder republikanisch. In diesen Staaten wird es auch diesmal keine Änderungen geben. Deshalb richtet sich das Interesse auf die sogenannten Swing-States, also Staaten, die in der Vergangenheit sowohl demokratisch, wie auch republikanisch gewählt haben. Es sind dies Florida, Iowa, Michigan, North Carolina, Ohio, Pennsylvania und Wisconsin. Arizona war lange Zeit eine republikanische Hochburg, könnte aber diesmal demokratisch wählen. Schliesslich besteht sogar die Möglichkeit, dass die republikanischen Hochburgen Texas und Georgia an die Demokraten gehen könnten.

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