Aktualisiert 24.09.2019 17:25

«Glückliches Mädchen»Donald Trump verspottet Greta auf Twitter

Am Klimagipfel in New York wären sich Trump und Greta Thunberg fast begegnet. Der Augenblick reichte, damit sich der US-Präsident eine Meinung über die Klimaaktivistin bildet.

von
chk

Klimaaktivistin begegnete am Rand des UNO-Klimagipfels dem US-Präsidenten. (Video: Tamedia)

In einer hoch emotionalen Rede beim Klimagipfel in New York hat die Aktivistin Greta Thunberg den Staats- und Regierungschefs mangelnde Handlungsbereitschaft vorgeworfen. Im Publikum sassen auch die deutsche Kanzlerin Angela Merkel, der französische Präsident Emmanuel Macron und zahlreiche weitere Staats- und Regierungschefs.

Überraschend nahm auch US-Präsident Donald Trump teil. Er kam aber zu spät und verpasste Thunbergs Rede – und er blieb auch nur wenige Minuten.

Versteinerte Mine

Als Trump kurz zu den anwesenden Journalisten trat, stand die schwedische Klima-Aktivistin im Hintergrund und beobachtete den Auftritt des Präsidenten – zuerst neugierig, dann mit bösem Blick und versteinerter Mine. Trump bekam nichts mit.

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Das Thema ist ihr wichtig – und wenn Greta Thunberg vom Klima spricht, dann zeigt ihr Ausdruck ganz genau, was sie dazu meint: Die 16-Jährige ist hässig, dass Staatsschefs auf der ganzen Welt zu wenig für den Klimaschutz tun.

Das Thema ist ihr wichtig – und wenn Greta Thunberg vom Klima spricht, dann zeigt ihr Ausdruck ganz genau, was sie dazu meint: Die 16-Jährige ist hässig, dass Staatsschefs auf der ganzen Welt zu wenig für den Klimaschutz tun.

Lucas Jackson
In einer hochemotionalen Rede am 23. September 2019 beim Klimagipfel in New York hat die Aktivistin den Regierungschefs mangelnde Handlungsbereitschaft vorgeworfen.

In einer hochemotionalen Rede am 23. September 2019 beim Klimagipfel in New York hat die Aktivistin den Regierungschefs mangelnde Handlungsbereitschaft vorgeworfen.

Lucas Jackson
«Wie konntet ihr es wagen, meine Träume und meine Kindheit zu stehlen mit euren leeren Worten?», fragte die 16-jährige Schwedin am Montag in ihrer Rede mit Tränen in den Augen.

«Wie konntet ihr es wagen, meine Träume und meine Kindheit zu stehlen mit euren leeren Worten?», fragte die 16-jährige Schwedin am Montag in ihrer Rede mit Tränen in den Augen.

Getty Images/Spencer Platt

Trump seinerseits schien Greta Thunberg zu ignorieren. Ihre Rede hinterliess aber Spuren, denn wenig später verhöhnte der US-Präsident die 16-Jährige: «Sie scheint ein sehr glückliches junges Mädchen zu sein, das sich auf eine glänzende und wundervolle Zukunft freut. So schön zu sehen!», schrieb er offenbar ironisch auf Twitter.

Trump gilt als mächtigster Bremser beim Kampf gegen den Klimawandel. Nach seinem Amtsantritt hatte er den Ausstieg aus dem zentralen Pariser Uno-Klimaabkommen verkündet - und das als Staatschef des Landes mit dem zweithöchsten Ausstoss von klimaschädlichen Gasen. (chk/sda)

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