«Null Bedrohung»: Donald Trump verteidigt Kapitol-Stürmer
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«Null Bedrohung»Donald Trump verteidigt Kapitol-Stürmer

Donald Trump verteidigt seine Anhänger, die im Januar das Kapitol in Washington stürmten. Die US-Justiz ermittelt derweil gegen mehr als 300 Personen, die am Kapitol-Sturm beteiligt waren.

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Für Ex-US-Präsident Donald Trump stellen die Kapitol-Stürmer «null Bedrohung» dar.  

Für Ex-US-Präsident Donald Trump stellen die Kapitol-Stürmer «null Bedrohung» dar.

AFP/Andrew CABALLERO-REYNOLDS
Die Polizei habe die Kapitol-Stürmer «verfolgt», während bei linken Demonstranten «nichts passiert» sei, sagt Trump.

Die Polizei habe die Kapitol-Stürmer «verfolgt», während bei linken Demonstranten «nichts passiert» sei, sagt Trump.

REUTERS/Leah Millis/File Photo
Insgesamt laufen nun über 300 Strafverfahren gegen die Kapitol-Stürmer.

Insgesamt laufen nun über 300 Strafverfahren gegen die Kapitol-Stürmer.

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Darum gehts

  • Anhänger Donald Trumps stürmten im Januar das Kapitol der Vereinigten Staaten.

  • Trump nimmt sie jetzt in Schutz: Sie seien nie ein Bedrohung für die Abgeordneten gewesen.

  • Insgesamt laufen über 300 Strafverfahren gegen die Kapitol-Stürmer.

Der frühere US-Präsident Donald Trump hat einige seiner Anhänger verteidigt, die im Januar das Kapitol in Washington stürmten. Sie hätten «null Bedrohung» für Abgeordnete dargestellt, die den Wahlsieg von Präsident Joe Biden bestätigt hätten, sagte Trump am Donnerstag in einem Interview des Senders Fox News. Die Polizei habe die Kapitol-Stürmer «verfolgt», während bei linken Demonstranten «nichts passiert».

Zwar räumte Trump ein, dass die Personen, die ins Kapitol eindrangen, «dies nicht hätten tun sollen». Doch seien «einige hineingegangen und hätten Polizisten und Wärter «umarmt und geküsst», sagte er. «Wissen Sie, sie hatten grossartige Beziehungen. Eine Menge Leute wurden reingewunken und sind dann reingegangen und wieder raus.»

Über 300 Strafverfahren

Gegen mehr als 300 Personen wurden im Zusammenhang mit den Krawallen am und im Kapitol Strafverfahren eingeleitet. Behörden zufolge könnte mindestens 100 Weiteren das gleiche Schicksal blühen.

Dem Sturm aufs Kapitol war am 6. Januar eine aufpeitschende Rede Trumps vor dem Weissen Haus vorausgegangen. Er forderte Anhänger auf, «wie die Teufel» für ihn am Kongresssitz zu kämpfen. Eine Woche später leitete das Repräsentantenhaus ein Amtsenthebungsverfahren wegen Anstiftung zum Aufruhr gegen ihn ein, der Senat sprach ihn jedoch frei. Für Trump war es bereits das zweite Impeachment.

(DPA/mur)

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