30.07.2020 14:09

«Unsichere Wahl»

Donald Trump will die Wahl verschieben

Der US-Präsident hat auf Twitter vorgeschlagen, die bevorstehende Präsidentenwahl im November zu verschieben. Briefliche Wahlen hält er für zu unsicher.

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Donald Trump ist dafür, die Wahl im November zu verschieben.

Donald Trump ist dafür, die Wahl im November zu verschieben.

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Würde die Wahl durchgeführt, wäre das eine grosse Blamage für die USA, so Trump.

Würde die Wahl durchgeführt, wäre das eine grosse Blamage für die USA, so Trump.

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Trump äusserte sich dahingehend in mehreren Tweets.

Trump äusserte sich dahingehend in mehreren Tweets.

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Darum gehts

  • Donald Trump hat auf Twitter vorgeschlagen, den Termin für die Präsidentschaftswahl im November zu verschieben.
  • Wegen der Corona-Pandemie soll in den USA vornehmlich brieflich gewählt werden. Trump hält das für zu unsicher.
  • Ein Verschiebung wird gemäss Experten schwierig: Der Wahltermin ist gesetzlich verankert.

US-Präsident Donald Trump hat offen mit dem Gedanken an eine Verschiebung der Wahl im November gespielt.

In einem Tweet schrieb er am Donnerstag mit Blick auf den von ihm befürchteten Wahlbetrug durch eine Zunahme der Briefwahl infolge der Corona-Pandemie: «Die Wahl hinausschieben, bis die Menschen ordentlich, sorgenfrei und sicher wählen können???»

«Grosse Blamage»

Die Hürden für eine Verschiebung der Präsidentenwahl am 3. November sind allerdings extrem hoch, weil der Termin gesetzlich festgeschrieben ist. Eine Verschiebung erscheint daher sehr unwahrscheinlich.

In seinem Tweet wiederholte Trump seine Befürchtung, dass eine starke Zunahme der Briefwahl zur «betrügerischsten Wahl» der Geschichte führen könnte. «Es wird eine grosse Blamage für die USA», schrieb er weiter.

Änderung des Wahlmodus

Trump hat für seine Befürchtung eines Wahlbetrugs bislang keine nachhaltigen Belege geliefert. Die meisten Wahlexperten gehen davon aus, dass Briefwahl im Grundsatz sicher ist – auch wenn eine Änderung des Wahlmodus wegen der Pandemie nur wenige Monate vor der Abstimmung eine grosse Herausforderung darstellt.

Der Republikaner Trump liegt in Umfragen derzeit deutlich hinter seinem Herausforderer Joe Biden, dem designierten Präsidentschaftskandidaten der Demokraten.

(SDA)

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178 Kommentare
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Maik

31.07.2020, 19:14

Wer den als Präsident als sein Freund bezeichnet, der brauch keine Feinde mehr.

RobbieB.

31.07.2020, 02:26

Der Termin ist in Stein gemeisselt, selbst dann wenn der Kerl wegen Corona im Sterben liegen würde.

dodge

30.07.2020, 18:04

Der zettelt noch einen Bürgerkrieg an, wenn er die Wahl im November verlieren sollte. Alle bisherigen Aktionen sprechen dafür.