US-Wahlen: Donald Trump wollte Tochter Ivanka als Vizepräsidentin
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US-WahlenDonald Trump wollte Tochter Ivanka als Vizepräsidentin

Als es im Präsidentschaftswahlkampf 2016 darum ging, einen Vizepräsidenten zu benennen, überraschte Donald Trump sein eigenes Team. Er wollte sich nicht davon abbringen lassen, seine Tochter Ivanka zu nominieren.

von
Lucas Orellano
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US-Präsident Trump wollte ursprünglich seine Tochter Ivanka als Vizepräsidentin.

US-Präsident Trump wollte ursprünglich seine Tochter Ivanka als Vizepräsidentin.

Keystone
«Sie ist schlau, sie ist intelligent, sie ist schön und die Leute würden sie lieben», soll Trump argumentiert haben.

«Sie ist schlau, sie ist intelligent, sie ist schön und die Leute würden sie lieben», soll Trump argumentiert haben.

Keystone
Am Ende war es Ivanka selber, die die Idee beerdigte.

Am Ende war es Ivanka selber, die die Idee beerdigte.

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Darum gehts

  • Donald Trump schlug Tochter Ivanka so lange als Vizepräsidentin vor, bis sein Team die Möglichkeit ernsthaft prüfte.
  • Erst Ivanka selber konnte ihrem Vater Einhalt gebieten. Es sei keine gute Idee, habe sie gesagt.
  • Trump entschied sich schliesslich für Mike Pence als «Running Mate».

Bücher von ehemaligen Mitarbeitern und Verwandten über Donald Trump haben derzeit Hochkonjunktur. Am 13. Oktober soll das nächste erscheinen, «Wicked Game» («Böses Spiel»), geschrieben von Rick Gates, der einst als Trumps stellvertretender Wahlkampfmanager arbeitete. Auszüge aus dem Buch werden schon vor dem offiziellen Erscheinungstermin bekannt. Obwohl das Buch eher als Verteidigung für den US-Präsidenten gedacht ist denn als Abrechnung, enthält es pikante Details.

«Die Leute würden Ivanka lieben»

Anscheinend wollte Donald Trump seine Tochter Ivanka als Vizepräsidentin nominieren, wie die «Washington Post» schreibt. Als sein Wahlkampfteam im Juni 2016 darüber nachzudenken begann, wer mit ihm zusammen kandidieren sollte, brachte Trump seine Idee ein. «Ich denke, es sollte Ivanka sein. Wie wärs mit Ivanka als meine Vizepräsidentin?», soll er gesagt haben. «Sie ist schlau, sie ist intelligent, sie ist schön und die Leute würden sie lieben.» Wie Gates berichtet, sei die Idee Trumps keineswegs schnell wieder vergangen.

Er habe sie immer wieder eingebracht, seinen Staff damit zu überzeugen versucht, dass die republikanischen Wähler Ivanka lieben würden. Trumps Team soll sogar nachgegeben haben.

Schliesslich habe Ivanka, die noch über keinerlei politische Erfahrung verfügte, der Diskussion selber ein Ende gesetzt. Sie habe ihrem Vater gesagt, das sei keine gute Idee. In der Folge entschied sich Donald Trump für Mike Pence, der ihn mit einem «bösartigen und ausgedehnten Monolog» über Bill und Hillary Clinton überzeugte.

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