Kamila Walijewa – Doping-Wirbel um Olympiasiegerin (15) geht weiter – IOK prüft Sperre 
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Kamila WalijewaDoping-Wirbel um Olympiasiegerin (15) geht weiter – IOK prüft Sperre 

Das IOK geht gegen die Aufhebung einer Sperre gegen die russische Eisläuferin Kamila Walijewa vor. Die 15-Jährige wurde schon im Dezember positiv getestet.  

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Im Dezember bereits mit positiver Dopingprobe: Kamila Walijewa.

Im Dezember bereits mit positiver Dopingprobe: Kamila Walijewa.

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Die 15-Jährige gewann im Team die Goldmedaille. 

Die 15-Jährige gewann im Team die Goldmedaille. 

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Das IOK will nun gegen die Sperre vorgehen. 

Das IOK will nun gegen die Sperre vorgehen. 

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Darum gehts

Das Internationale Olympische Komitee will die Aufhebung einer Suspendierung der russischen Eiskunstläuferin Kamila Walijewa wegen eines Doping-Verstosses nicht akzeptieren. Wie die Internationale Testing-Agentur Ita am Freitag mitteilte, wird sie im Auftrag des IOK Berufung dagegen beim Internationalen Sportgerichtshof Cas einlegen. Die 15-jährige Europameisterin war bei den Winterspielen im Teamwettbewerb gestartet und hatte mit Russland die Goldmedaille gewonnen. 

Nach Angaben der Ita war Walijewa am 25. Dezember 2021 bei den russischen Eiskunstlauf-Meisterschaften positiv auf das Herzmittel Trimetazidin getestet und von der nationalen Anti-Doping-Agentur Rusada zunächst vorläufig suspendiert worden. Der Disziplinarausschuss der Rusada hob am 9. Februar nach Einspruch von Walijewa die Suspendierung wieder auf und machte damit den Weg für einen Olympia-Start frei. Das IOK will nun vor dem Kurzprogramm im Damen-Einzel in Peking am 15. Februar eine Klärung vor dem Cas herbeiführen.

Begonnen hatte der Wirbel, als die Olympia-Macher die eigentlich für Dienstag geplante Medaillen-Zeremonie für den Team-Wettbewerb ohne Angabe weiterer Gründe absagten. Das IOK sprach zunächst von einem «juristischen Verfahren», das es nicht kommentieren könnte. Medienberichte über einen Dopingfall hatte IOK-Sprecher Mark Adams am Donnerstag als «Spekulationen» abgetan. 

Zuvor hatte das Branchenportal «insidethegames» vermeldet, dass die Russin Walijewa im Zentrum des Falls stehe. Russische Medien hatten berichtet, dass es um die Einnahme des Medikaments Trimetazidin gehen solle. Die Substanz steht auf der Verbotsliste der Welt-Anti-Doping-Agentur.

Russlands Sportler unter besonderer Beobachtung

Russlands Sportler stehen auch in Peking besonders unter Beobachtung. Das Land ist wegen des Skandals um staatlich organisiertes Doping und der Vertuschung von Sportbetrug wie schon bei den Sommerspielen in Tokio gesperrt. Die russischen Athletinnen und Athleten dürfen nur als Vertretung des Russischen Olympischen Komitees (ROC) antreten. Bei Siegerehrungen darf die russische Hymne nicht gespielt und die Flagge nicht gehisst werden.

Das Supertalent Walijewa ist eines der prominentesten Gesichter unter den russischen Athletinnen und Athleten bei den Winterspielen. Erst in dieser Saison gab sie ihr Debüt bei den Erwachsenen, im Januar holte sie den EM-Titel. Im olympischen Teamwettbewerb hatte sie die Damen-Kür mit klarem Vorsprung gewonnen, damit galt sie als Top-Favoritin für die Einzel-Konkurrenz.

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(dpa/fss)

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