Dopinghandel: Laurent Roux muss ins Gefängnis
Aktualisiert

Dopinghandel: Laurent Roux muss ins Gefängnis

Der frühere Radprofi Laurent Roux wurde von einem Gericht in Bordeaux zu zweieinhalb Jahren Gefängnis verurteilt, 20 Monate davon auf Bewährung.

Der seit 2003 gesperrte Franzose war mit 22 weiteren Personen wegen Doping-Handels in der Amateur-Szene angeklagt.

Die längste Gefängnisstrafe wurde dem Betreuer Freddy Sergant aufgebrummt. Er erhielt vier Jahre Gefängnis ohne Bewährung. Fabien Roux, ein ehemaliger Amateur und Bruder von Laurent, erhielt eine zweijährige Haftstrafe, davon 15 Monate auf Bewährung. Die Roux- Brüder haben indes bereits je acht Monate Untersuchungshaft abgesessen, weshalb sie nicht mehr ins Gefängnis zurückkehren müssen, wenn sie sich in nächsten fünf Jahren nichts mehr zu Schulden kommen lassen. Das Trio muss aber für den grenzübergreifenden Transport von rund 2000 Ampullen zwischen Januar 2003 und Januar 2005 ingesamt 180 000 Euro an Zollgebühren zahlen.

Laurent Roux hatte während des Prozesses auf den exzessiven Doping-Konsum zu seiner Zeit als Berufsfahrer hingewiesen. «Ich nahm Erythropoietin (EPO), Wachstumshormone, Testosteron, Cortison... Jedermann nahm mindestens so viel.» Nach dem Urteilsspruch meinte der heute 33-Jährige, Bezug nehmend auf die (neue) in Spanien aufgeflogene Dopingaffäre: «Die Dinge haben sich noch nicht geändert.»

Im Mai 2003 war Laurent Roux als Wiederholungstäter wegen des Gebrauchs von Amphetaminen für vier Jahre gesperrt worden. 1998 hatte er bei der Tour de France eine Etappe gewonnen. Profi war er seit 1994.

(si)

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