Skandal in den Niederlanden: Doppelleben als Dirne – Notenbank feuert Beamtin
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Skandal in den NiederlandenDoppelleben als Dirne – Notenbank feuert Beamtin

Ihr Hobby wurde ihr zum Verhängnis: Weil eine hochrangige Angestellte nachts als Prostituierte arbeitete, ist sie nun ihren Job bei der niederländischen Notenbank los.

von
mlr
Unter dem Künstlernamen Conchita van der Waal bot eine niederländische Bankerin ihre Dienste als Prostituierte an.

Unter dem Künstlernamen Conchita van der Waal bot eine niederländische Bankerin ihre Dienste als Prostituierte an.

Conchita van der Waal: Unter diesem klingenden Künstlernamen bot eine 46-jährige Niederländerin sexuelle Dienste übers Internet an. Das Heikle an der Sache: Tagsüber arbeitete die Frau als hochrangige Angestellte der Zentralbank der Niederlande. Acht Jahre lang führte sie tagsüber das Leben einer angesehenen Bankerin, in den vergangenen sechs Jahren ging sie nachts nebenbei anschaffen. Als die Bank vom Doppelleben ihrer Mitarbeiterin erfährt, wird diese sofort entlassen.

Wie «Daily Mail» berichtet, waren sadomasochistische Praktiken die Spezialität der Hobby-Prostituierten. Auf ihrer Website, die inzwischen offline ist, soll sie Fotos von sich in provokanten Kostümen veröffentlicht haben, auf einem sei sie mit einer SS-Mütze zu sehen.

«Dreckiger, perverser Sex mit Wildfremden»

Pro Stunde nahm Conchita van der Waal, deren richtiger Name nicht bekannt ist, mehr als 300 Pfund (430 Franken). Auf ihrer Website pries sie sich als «heisse, natürliche Blondine» und «niveauvolle Nymphomanin» an. Von ihrem Nebenjob erhoffe sie sich «dreckigen, perversen Sex mit Wildfremden», stand dort laut dem niederländischen Magazin «Quote» geschrieben.

Auch auf ihre Identität lieferte sie Hinweise. Sie habe einen anspruchsvollen Beruf im internationalen Finanzwesen, in dem sie viel reisen müsse. Meetings, elegante Anzüge, Spitzenstrümpfe, Strapse und Stilettos gehörten zu ihrem Alltag. Ihre kurze Vorstellung endet mit einem Satz, den nun die Realität eingeholt hat: «Wenn nur meine Kollegen, Kunden und mein Boss wüssten, dass ich es nachts geniesse, meinem Hobby als Nutte zu frönen ...»

Prostitution ist in den Niederlanden zwar legal, doch Mitarbeitern der Zentralbank ist eine solche Freizeitbeschäftigung nicht gestattet. Conchita van der Waal musste, nachdem «Quote» über sie berichtet hatte, wegen «Integritätsproblemen» ihren Schreibtisch räumen.

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