Doppelsieg von Ferrari - Flugshow von Heidfeld
Aktualisiert

Doppelsieg von Ferrari - Flugshow von Heidfeld

In die Formel-1-WM könnte doch noch einmal Spannung zurückkehren. Michael Schumacher gewann den Grand Prix der USA vor Felipe Massa. Fernando Alonso wurde Fünfter und büsste sechs Punkte von seinem Vorsprung ein. Beide BMW-Sauber-Fahrer schieden aus.

Der Triumph für das Ferrari-Team hatte sich im Training abgezeichnet. Die Bridgestone-Reifen waren der Konkurrenz von Michelin deutlich überlegen. Die Franzosen hatten nach dem Debakel im Vorjahr nicht das Geringste riskieren wollen und sehr harten Gummi in die USA mitgenommen. Giancarlo Fisichella wurde als bester Michelin-Fahrer Dritter mit schon 16 Sekunden Rückstand auf den Sieger. Der Italiener kam dank seines weicheren Fahrstils mit den Reifen besser zurecht als sein Teamkollege Alonso, der sogar noch Jarno Trulli den Vortritt lassen musste. Der aus der Boxenstrasse gestartete Italiener hatte während der 73 Runden nur einmal nachtanken lassen. Hinter Alonso reihten sich Rubens Barrichello, David Coulthard und Vitantonio Liuzzi ein. Liuzzi bescherte somit dem Toro-Rosso-Team den ersten WM-Punkt.

Einen rabenschwarzen Tag erwischte BMW-Sauber. Nick Heidfeld wurde unmittelbar nach dem Start unschuldig in einen üblen Crash verwickelt. Juan Montoya hatte ihn ausgelöst und auch seinen Teamkollegen Kimi Räikkönen ins Verderben gerissen. Weiter hinter kollidierten Mark Webber, Scott Speed, Christian Klien und Franck Montagny, so dass nur 15 der 22 Fahrer die erste Runde beendeten. Die sieben Ausgeschiedenen bieben unverletzt. Viel Glück hatte insbesondere Heidfeld, der sich im Auto mehrmals überschlug. Jacques Villeneuve lag in der 23. Runde aussichtsreich auf Platz 7, als der BMW-Motor den Dienst versagte.

Michael Schumacher hatte am Samstag zum 67. Mal eine Pole-Position herausgefahren und feierte anderntags im siebenten Grand Prix in Indianapolis den 5. Sieg nach 2000, 03, 04 und 05. In den beiden andern Rennen war er jeweils Zweiter geworden. Dem gegenüber nimmt sich Alonsos Bilanz mager aus; nach drei Ausfällen gewann er zum ersten Mal Punkte in den USA.

Indianapolis, Indiana. Grand Prix der USA (73 Runden à 4,192/306,016 km):

1. Michael Schumacher (De), Ferrari, 1:34:35,199 (194,117 km/h).

2. Felipe Massa (It), Ferrari, 7,984 Sekunden zurück.

3. Giancarlo Fisichella (It), Renault,16,595.

4. Jarno Trulli (It), Toyota, 23,604.

5. Fernando Alonso (Sp), Renault, 28,410.

6. Rubens Barrichello (Br), Honda, 36,516.

7. eine Runde zurück: David Coulthard (Gb), Red Bull-Ferrari.

8. Vitantonio Liuzzi (It), Toro Rosso-Cosworth V10.

9. Nico Rosberg (Fi/De), Williams-Cosworth.

22 Fahrer gestartet, 9 am Ziel und klassiert.

Schnellste Runde: Michael Schumacher (56.) mit 1:12,719.

Ausfälle. Räikkönen, Heidfeld, Montoya, Webber, Speed, Klien, Montagny (alle 1. Runde): Kollision. Sato (7. Runde/12. Platz): Kollision mit Monteiro. Monteiro (10./13.): Kollisionsfolgen. Villeneuve (24./7.): Motor. Albers (38./11.): Getriebe. Ralf Schumacher (63./5.): Radlager/Bremsdefekt.

WM-Stand (10/18). Fahrer:

1. Alonso 88.

2. Michael Schumacher 69.

3. Fisichella 43.

4. Räikkönen 39.

5. Massa 36.

6. Montoya 26.

7. Button 16.

8. Barrichello 16.

9. Heidfeld 12.

10. Coulthard 10.

11. Ralf Schumacher 8.

12. Trulli 8.

13. Villeneuve 7.

14. Webber 6.

15. Rosberg 4.

16. Liuzzi 1.

17. Klien 1.

Teams:

1. Renault 131.

2. Ferrari 105.

3. McLaren-Mercedes 65.

4. Honda 32.

5. BMW-Sauber 19.

6. Toyota 16.

7. Red Bull-Ferrari 11.

8. Williams-Cosworth 10.

9. Toro Rosso-Cosworth 1.

(fox/si) (si)

Spektakulärer Unfall von Nick Heidfeld

Mit spektakulären Crashs begann der Grand Prix der USA in Indianapolis. In der 1. Runde gab es gleich zwei Unfälle, die insgesamt sieben Piloten aus dem Rennen rissen. Am schlimmsten erwischte es den BMW-Sauber-Fahrer Nick Heidfeld, der sich gleich mehrmals überschlug. Heidfeld entstieg jedoch seinem völlig demolierten Boliden ebenso unverletzt wie alle anderen. Opfer der Zwischenfälle wurden mit Juan Montoya und Kimi Räikkönen gleich beide McLaren-Mercedes-Piloten.

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