GP von Monaco: Doppelsieg von Mercedes – Nuller von Sauber
Aktualisiert

GP von MonacoDoppelsieg von Mercedes – Nuller von Sauber

Nico Rosberg siegt zum zweiten Mal in Folge in Monaco vor Teamkollege Lewis Hamilton und Red Bulls Daniel Ricciardo. Beide Sauber scheiden trotz beherztem Rennen aus.

Nico Rosberg übernimmt mit seinem 5. GP-Sieg wieder die WM-Führung. Der Deutsche gewinnt 9 Sekunden vor seinem Mercedes-Teamkollegen Lewis Hamilton. Sauber beklagt wieder einen Doppel-Ausfall.

Im Qualifying hatte sich Rosberg die Pole-Position mit einem (unbestraften) Verbremser gesichert, der verhinderte, dass die Konkurrenten schnellere Zeiten fahren konnten. Wie wichtig der beste Startplatz im 3,34 km langen Strassenlabyrinth in Monte Carlo ist, bewies auch das heutige Rennen. Rosberg feierte einen Start-Ziel-Sieg und entthronte damit Hamilton wieder an der Spitze mit jetzt zwei Zählern Vorsprung.

Der Blondschopf war in keiner Phase gross gefährdet, von seinem Teamrivalen überholt werden zu können. Im Gegenteil: Der Brite, 2008 Weltmeister mit McLaren, musste am Ende der 78 Runden gar aufpassen, dass nicht noch Daniel Ricciardo im Red Bull-Renault den fünften Mercedes-Doppelsieg verhinderte.

Erster Crash bereits in Runde 1

Eine erste Safety-Car-Phase gabs schon nach einer Runde nach einem Crash zwischen Jenson Button im McLaren-Mercedes und Sergio Perez im Force India-Mercedes, der das Rennen aufgeben musste. Das zweite Mal musste der Safety Car nach 25 raus, verantwortlich dafür war Adrian Sutil. Der deutsche Sauber-Fahrer donnerte ausgangs Tunnel in die Leitplanken und musste seinen C33 in der Hafenschikane an jenem Ort stehen lassen, wo 1994 Sauber-Fahrer Karl Wendlinger schwer verunglückt war.

Ein Opfer des Sutil-Unfalls war der finnische Ferrari-Pilot Kimi Räikkönen, der sich an einem Sauber-Wrackteil einen Reifen aufschlitzte und vom dritten auf den letzten Rang zurückfiel, am Ende auf Rang 12 lag. Bei seiner Aufholjagd lag Räikkönen lange Zeit hinter Esteban Gutierrez zurück, der wegen «ungenauer Einnahme der Startposition» mit einer fünfsekündigen Stop-and-Go-Strafe belegt worden war.

Gutierrez einen Moment unkonzentriert

Doch in der 61. Runde schied der Mexikaner nach einem Konzentrationsfehler ausgangs Rascasse-Kurve an achter Stelle liegend aus. Doppelt bitter: Statt die ersten vier WM-Zählern in dieser Saison für den Hinwiler Rennstall zu gewinnen, erbte ausgerechnet das finanziell schwer angeschlagene Marussia-Team dank des 8.. Ranges vom Franzosen Jules Bianchi vier WM-Punkte, die ersten seit dem Einsieg in die Formel 1 im Jahr 2010.

Für den vierfachen Weltmeister Sebastian Vettel war sein 100. GP für Red Bull schon nach sieben Runden gelaufen: Aufgabe wegen fehlendem Ladedruck, Titelverteidigung mit jetzt 77 Punkten Rückstand auf Rosberg in weitere Ferne gerückt.

Resultate:

1. Nico Rosberg (De), Mercedes

2. Lewis Hamilton (Gb), Mercedes

3. Daniel Ricciardo (Au), Red Bull-Renault

4. Fernando Alonso (Sp), Ferrari

5. Nico Hülkenberg (De), Force India-Mercedes

6. Jenson Button (Gb), McLaren-Mercedes

7. Felipe Massa (Br), Williams-Mercedes

8. Jules Bianchi (Fr), Marussia-Ferrari

9. Romain Grosjean (Sz/Fr), Lotus-Renault

10. Kevin Magnussen (Dä), McLaren-Mercedes

Ausgeschieden u.a.: Esteban Gutierrez (Mex), Sauber-Ferrari; Adrian Sutil (De), Sauber-Ferrari (beide Unfall nach Fahrfehlern) und Sebastian Vettel (De), Red Bull-Renault (Ladedruck).

WM-Stand (nach 6 von 19 Rennen): 1. Rosberg 122. 2. Hamilton 120. 3. Alonso 64.

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