Aktualisiert 29.03.2016 15:44

YB und SCB

Doppeltes Lugano sorgt für Nervosität

Am 9. April könnte es in Bern brenzlig werden. YB und der SCB spielen fast gleichzeitig gegen den FC beziehungsweise den HC Lugano.

von
Nora Camenisch
Dass YB und der SCB am gleichen Tag gegen die Tessiner Teams spielen, könnte für die Polizei zur Herausforderung werden.

Dass YB und der SCB am gleichen Tag gegen die Tessiner Teams spielen, könnte für die Polizei zur Herausforderung werden.

Keystone/Peter Schneider

YB und der SCB werden am 9. April voraussichtlich fast gleichzeitig auf dem Rasen respektive auf dem Eis auflaufen. Besonders brenzlig: Beide Teams spielen an diesem Abend gegen Lugano. Beim SCB ist es gar Spiel 4 in der Best-of-Seven-Serie und könnte damit schon die Entscheidung um den Meistertitel bringen.

Der Anpfiff im Stade de Suisse ist gemäss Spielplan um 17.45 Uhr geplant, das erste Bully in der PostFinance-Arena gibts um 20.15 Uhr. Dies dürfte für die Einsatzkäfte und Clubs eine Schwierigkeit darstellen.

«Eine logistische Herausforderung»

«Wir haben die Rückmeldung erhalten, dass das Spiel so durchgeführt wird wie vorgesehen», sagt YB-Kommunikationschef Albert Staudenmann. Man sei erst am Anfang der Dispositiveröffnung. Über Einzelheiten könne er noch nicht viel sagen. Klar ist aber: «Das ist logistisch eine Herausforderung. Wir sind im Austausch mit den Behörden und hoffen, dass es sowohl ein Fussball- als auch ein Eishockeyfest gibt», so Staudenmann.

Die SCB-Tickets für das zweite Heimspiel kommen erst am 6. April in den Vorverkauf. Der Termin vom Samstag stehe aber fest, so SCB-Medienchef Christian Dick. «Unter welchen Rahmenbedingungen, wird am 6. April entschieden.»

Ob tatsächlich beide Spiele an dem Tag durchgeführt werden, hängt gemäss Sicherheitsdirektor Reto Nause davon ab, ob die vorgängigen Spiele ohne grosse Friktionen über die Bühne gehen. «Wir werden das erste Heimspiel des SCB am 5. April abwarten und dann entscheiden», sagt er gegenüber 20 Minuten.

Ausschreitungen im Januar

Dass die Fans des HC Lugano nicht immer nur friedlich sind, zeigte sich bei der letzten Begegnung mit dem SCB in Bern. Im Januar zündeten Lugano-Fans beim S-Bahnhof Wankdorf und vor dem Stadion Feuerwerkskörper. Einer der Anhänger des Tessiner Vereins wurde von einem Knallkörper verletzt. Nach dem Spiel hatten Gästefans mehrere Scheiben eines Busses beschädigt und das Innere des Fahrzeugs mit Farbe beschmiert.

Nause forderte daraufhin, dass der HC Lugano die Kosten für die Sachbeschädigung übernimmt. Der Verein winkte ab. Der Sicherheitsdirektor kündigte daraufhin an, beim nächsten Spiel Massnahmen nach dem Hooligan-Konkordat ergreifen zu wollen. Er sprach unter anderem von Ticketpreiserhöhung und der Schliessung des Gästesektors.

SCB begleicht Schaden

Nause hat nun mit dem SC Bern vereinbart, dass von jedem Eintritt in den Gästesektor 5 Franken an Bernmobil gehen. Damit soll der Schaden in Höhe von 7500 Franken beglichen werden. Dies ist Bedingung für die Bewilligung des ersten Finalspiels in Bern am 5. April. Der SCB hat den Preis pro Gästeticket aber wie beim letzten Final vor drei Jahren auf 50 Franken festgelegt. Letztlich begleicht der SCB den Bernmobil-Schaden also aus eigener Kasse.

Doch Nause hat für das erste Heimspiel noch weitere Bedigungen aufgestellt: «Die Anreise der Luganesi muss individuell oder mit Bussen erfolgen. Wir tolerieren keine Fanzüge.» Nun hoffe man am Dienstag auf ein friedliches Hockeyfest. «Sollte dies nicht der Fall sein, sind für Samstag weitere Massnahmen im Rahmen des Konkordats möglich.» Wie es weitergehen soll, werde man aber nach dem Dienstagsmatch entscheiden.

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