Aktualisiert 07.01.2008 17:35

Dorf-Posse ums Wasser in Bärfischen

In der Freiburger Gemeinde Bärfischen tobt ein Streit ums Wasser. Die Besitzerin einer Quelle will der Gemeinde den Hahn zudrehen.

Neun Haushalte müssten dann von der Gemeinde mit Wasser und Toilettenanlagen versorgt werden.

«Ich hoffe, dass es nicht soweit kommt», sagte Gemeindepräsidentin Carole Plancherel am Montag auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA. Für den Fall hat sich die Gemeinde vorbereitet. Plancherel ist aber guten Mutes, dass die Quellenbesitzerin die im Dezember angedrohte Massnahme am Dienstag nicht umsetzt.

Laut Plancherel hat der Staatsrat der Gemeinde am Montag nämlich mitgeteilt, dass die Quellenbesitzerin bis im kommenden April zur Wasserlieferung verpflichtet werde. Bis dann muss die Gemeinde eine eigene Wasserfassung auf die Beine stellen. Gegen das entsprechende Projekt sind derzeit aber noch Einsprachen hängig.

Der Streit ums Wasser dauert schon länger. Die Quellenbesitzerin will den Hahn aus technischen Gründen zudrehen. Sie sieht sich nicht im Stande, in der betroffenen Region das Wasser genügend zu chloren.

Unter der Leitung des Oberamtmannes des Seebezirks folgten verschiedene Vermittlungsversuche, allesamt aber ohne Erfolg. Die Quellenbesitzerin will, dass die Gemeinde eine temporäre Lösung findet. In Anbetracht der Kosten von rund 100 000 Franken für eine provisorische Lösung, möchte die Gemeinde hingegen erst das definitive Projekt abwarten.

(sda)

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