Auf Einkaufstour: Dort bedient sich Bayern am liebsten
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Auf EinkaufstourDort bedient sich Bayern am liebsten

Mit Robert Lewandowski haben sich die Bayern den nächsten Dortmunder geangelt. Der Frust ist gross, doch andere Klubs mussten häufiger Spieler Richtung München ziehen lassen.

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Die Fans von Borussia Dortmund sind einmal mehr sauer auf Ligakrösus Bayern München. Ein Dreivierteljahr nach Bekanntwerden des Wechsels von Mario Götze zum Rekordmeister zieht es einen weiteren BVB-Star in den Süden: Seit Samstag ist der schon lange befürchtete Abgang von Robert Lewandowski Tatsache.

Damit bedienen sich die Bayern einmal mehr in der eigenen Liga und werden ihrem Ruf als «Konkurrenz-Schwächer» einmal mehr gerecht. Seit Jahren holt sich der Triple-Sieger die besten Bundesliga-Spieler von anderen Klubs. Aktuell sind es die Dortmunder, die gegen die Macht der Bayern chancenlos erscheinen. Doch ein Blick zurück zeigt, dass andere Klubs bislang deutlich mehr Stars an die Münchner verloren haben, als es die Dortmunder bisher verschmerzen mussten.

Nürnberg musste am meisten bluten

Wie Recherchen der «Bild» ergeben haben, hat sich Bayern seit 1963/64 «erst» vier Stars der Dortmunder gekrallt. Es waren dies Thomas Helmer, Torsten Frings, Mario Götze und Robert Lewandowski. Die meisten Wechsel musste der nur 170 Kilometer entfernte 1. FC Nürnberg in den letzten Jahrzehnten über sich ergehen lassen. Neun Spieler zog es aus Nürnberg nach München. Auch ein ehemaliger Schweizer Nationalspieler war dabei: Alain Sutter zog sich 1994 erstmals das Bayern-Trikot über den Kopf. Das letzte Zugreifen bei Nürnberg liegt aber bereits 15 Jahre zurück. 1999 holte der Rekordmeister Michael Wiesinger.

Hinter Nürnberg folgt Schalke mit acht prominenten Abgängen. Zuletzt holte man Nationaltorwart Manuel Neuer 2011 aus Gelsenkirchen. Ebenfalls acht Spieler musste der Karlsruher SC ziehen lassen, darunter Mehment Scholl, Oliver Kahn und Thorsten Fink. Auch Bayer Leverkusen oder Werder Bremen können ein Lied davon singen.

Wo sich die Bayern in der Vergangenheit gern bedient haben, sehen Sie in der Bildstrecke oben.

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