29 Sekunden zu spät: Dortmund erst am Himmel ausgebremst
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29 Sekunden zu spätDortmund erst am Himmel ausgebremst

Der Höhenflug von Borussia Dortmund wollte am Sonntag nach dem 13. Saisonsieg partout kein Ende nehmen. Wegen einer Minimal-Verspätung wurde dem BVB-Flieger die Landung untersagt.

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Dortmund-Trainer Jürgen Klopp fand die verlängerte Heimreise nicht zum Lachen. (Bild: Keystone)

Dortmund-Trainer Jürgen Klopp fand die verlängerte Heimreise nicht zum Lachen. (Bild: Keystone)

Nach dem 13. Sieg im 15. Saisonspiel konnte der BVB wortwörtlich nicht mehr auf dem Boden landen. Wegen einer Verspätung von 29 Sekunden wurde dem BVB-Flieger am Dortmunder Flughafen die Landung verweigert. Die Charter-Maschine musste kurz nach 23 Uhr durchstarten und wegen des Nachtflugverbots im 80 Kilometer entfernten Paderborn landen.

Schon in Nürnberg gab es nach dem 2:0-Auswärtssieg Probleme am Flughafen. Um 20.45 Uhr sassen alle Dortmunder Spieler pünktlich auf ihren Sitzen - alles war bereit zum Abflug. Doch die fränkischen Flughafen-Angestellten mussten die Maschine bis 22 Uhr im Schneetreiben stehen lassen. Erst dann konnte mit der Enteisung der Tragflächen begonnen werden. Eine Viertelstunde später hob der Flieger dann endlich ab.

Übers Glatteis nach Hause

Weil die geplante und erlaubte Ankunft um 22.59 Uhr und 59 Sekunden nicht eingehalten werden konnte, wurde die Chartermaschine in die Nachbarstadt geschickt, wo der BVB in einen Fanbus des SC Paderborn umsteigen musste. Über die vereiste Autobahn ging es zurück nach Dortmund. Um ein Uhr nachts war der Horror-Trip schliesslich zu Ende.

Trainer Jürgen Klopp fand die umständliche Heimreise gar nicht lustig. «Bei Glatteis schicken die uns auf die Autobahn! Das gibt es nicht. Und das wegen 29 Sekunden», tobte der Erfolgscoach gegenüber der «Welt». Und auch Torhüter Roman Weidenfeller ärgerte sich masslos: «Wir sind die Repräsentanten der Stadt und dann so etwas. Eine Lachnummer.»

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