13.02.2019 17:15

Schwierige AuswärtspartieDortmund personell und sportlich geschwächt

Im CL-Achtelfinal reist Borussia Dortmund nach London zu Tottenham. Beide Teams haben gewichtige Absenzen zu verzeichnen.

Favre erwartet ein schweres Spiel gegen Tottenham. (Video: Teleclub)

Borussia Dortmund hat schwierige Tage hinter sich. Der Leader der Bundesliga schied am Dienstag vor einer Woche gegen Bremen nach Penaltyschiessen im Cup aus, nachdem er in der Verlängerung zweimal geführt hatte. Und einige Tage später verspielte er gegen Hoffenheim in der Schlussviertelstunde einen 3:0-Vorsprung. Das ist keine ideale Vorbereitung auf eine K.o.-Runde in der Champions League, in der Schwächephasen ganz besonders konsequent ausgenutzt werden.

Vorab in den Schlussminuten beim 3:3 gegen Hoffenheim präsentierte sich Dortmund ungeordnet. Trainer Lucien Favre war damals wegen einer Grippe nicht im Stadion, die Reise nach London konnte er am Dienstag mitmachen. Mit etwas Verspätung startete der Flug von Dortmund aus, weil Jadon Sancho und Abdou Diallo ihre Ausweise nicht dabei hatten. Erst nachdem der 18-jährige Engländer und sein vier Jahre älterer Teamkollege diese daheim geholt hatten, konnte der Flieger abheben.

Besser als beim letzten Vergleich

Die Dortmunder sind mit einem geschwächten Kader unterwegs. Mit Marco Reus und Paco Alcacer fehlen zwei der gefährlichsten Offensivspieler. Zudem müssen auch Lukasz Piszczek und Julian Weigl passen. «Es ist schwer, aufgrund unseres personellen Aderlasses eine Topleistung abzurufen», sagte Sportchef Michael Zorc. «Mein Gott, es ist so, wie es ist. Man muss einfach damit leben.» Etwas Trost kann den Dortmundern der Blick auf die Verletztenliste des Gegners spenden. Tottenham muss auf seine zwei wertvollsten Spieler verzichten, auf Harry Kane und Dele Alli.

Gerade Kane hatte den Dortmundern vor knapp anderthalb Jahren im Wembley zugesetzt und zwei Treffer zum 3:1-Sieg der Londoner im Gruppenspiel der Champions League erzielt. Goalie Roman Bürki war danach harsch kritisiert worden. In dieser Saison zeigt er sich von seiner besten Seite, auch wenn er beim ersten Gegentreffer gegen Hoffenheim unglücklich aussah. Insgesamt findet Bürki, dass sein Team im Vergleich zum letzten Duell besser ist. (sda)

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Der Schweizer Trainer begeistert Dortmund. (Video: Sebastian Rieder)

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