Dosé: Geheimplan für Swiss-Verkauf
Aktualisiert

Dosé: Geheimplan für Swiss-Verkauf

Bereits acht Monate nach dem Start der Swiss planten CEO André Dosé und VR-Präsident Pieter Bouw den Verkauf der Airline. Doch nur die Lufthansa bekundete Interesse.

Dies geht aus dem Vorabdruck aus Dosés Buch «Sturmflug» hervor, den das Wirtschaftsmagazin «Bilanz» heute veröffentlicht. «Unter vier Augen, ohne irgendjemandem etwas davon zu sagen, begannen Pieter Bouw und ich im Dezember 2002 ein Alternativszenario zu einem Allianzbeitritt zu diskutieren: den Verkauf der Swiss», schreibt der ehemalige Swiss-Chef. Unter grösster Geheimhaltung sei in nächtelanger Arbeit ein entsprechendes Strategiepapier entworfen worden.

Dann wurde die mit über zwei Milliarden Franken an Steuergeldern und Investments alimentierte Swiss der Lufthansa, Singapore Airlines, Air France, KLM und British Airways angeboten. Doch das Resultat war ernüchternd: Ausser der Lufthansa war keine der angefragten Airlines interessiert. Mit einer Delegation der deutschen Fluggesellschaft kam es schliesslich «in einem idyllischen, sehr abgelegenen kleinen Landgasthof im Schwarzwald» zu einem ersten Treffen. Aber der Deal mit dem Codenamen «Skylight» kam nie zu Stande – wegen unterschiedlicher Vorstellungen «in finanzieller Hinsicht», wie Dosé schreibt. Das Buch des ehemaligen Swiss-Chefs erscheint am 2. Oktober.

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