Aktualisiert 12.02.2015 13:40

Siders VS

Dozent knutscht mit Studentinnen an Partys

Er kann es nicht lassen: Obwohl ein Kunstdozent bereits verwarnt worden war, machte er sich an der Weihnachtsfeier 2014 wieder an Studentinnen ran.

von
ced
Ein Dozent, der an der École cantonale d'art du Valais unterrichtet, hat zweimal in Folge mit Studentinnen geknutscht.

Ein Dozent, der an der École cantonale d'art du Valais unterrichtet, hat zweimal in Folge mit Studentinnen geknutscht.

An der Walliser Schule für Gestaltung in Siders wird der besagte Dozent laut Direktorin Sibylle Omin von allen Schülern sehr geschätzt. Das beruht anscheinend auf Gegenseitigkeit: Drei Studentinnen zeigte der Dozent seine Wertschätzung auf körperlicher Ebene.

Bei einem von Studenten organisierten Weihnachtsfest im Jahr 2013 wurde er dabei ertappt, wie er mit einer 20-jährigen Studentin aus seiner Klasse tanzte und knutschte. «Die Studierenden verkleiden sich und es gibt Alkohol. Wir unterstützen die Organisation finanziell. Dozierende kommen als Privatpersonen zur Feier», schildert Omin die Art der Veranstaltung. Ein damals ebenfalls anwesender Dozent habe sich nach der Party an die Studiengangsleitung gewandt und seine Beobachtungen mitgeteilt.

Verwarnung nützte nichts

«In der Folge musste sich der verantwortliche Dozent vor seiner Klasse entschuldigen. Als disziplinarische Massnahme erhielt er zudem eine Verwarnung», sagt Omin zum «Walliser Boten». Von einer Kündigung habe man damals abgesehen, da die Feier ausserhalb der Schule im privaten Rahmen stattgefunden habe.

Die Verwarnung hat aber anscheinend nichts genützt. Eine Studentin, die namentlich nicht genannt werden will, erzählt von der letztjährigen Weihnachtsfeier: «Derselbe Dozent hat gleich mit mehreren seiner jungen Studentinnen geschmust und herumgefummelt.»

Die ganze Schuldirektion wisse davon und sie könne nicht verstehen, wie so jemand weiter unterrichten dürfe.

Eventuell keine Vertragsverlängerung

Als verschärfte disziplinarische Massnahme sei über den fehlbaren Dozenten nun ein Teilnahmeverbot an Studentenfesten verhängt worden, heisst es bei der Studiengangsleitung. Zudem werde über eine Nichtweiterführung des Arbeitsvertrages nachgedacht. Dieser läuft Ende Studienjahr 2014/2015 aus.

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