Aktualisiert 02.11.2011 10:02

Neues vom Jacko-Prozess

Dr. Conrad Murray will nicht aussagen

So bald wird der Prozess um Michael Jacksons Tod wohl kein Ende nehmen: Leibarzt Dr. Conrad Murray verzichtet vorerst darauf, vor Gericht auszusagen und sich selbst zu verteidigen.

von
CoverMedia/sim

Diverse Zeugen haben im Prozess gegen den Arzt ausgesagt. Nur Dr. Conrad Murray selbst hat gegenüber Michael Pastor, dem Richter am Obersten Gerichtshof von Los Angeles, geäussert, dass er mehr Zeit benötigt, um sich über seine weitere Vorgehensweise klarzuwerden.

Während der Mediziner vorgehabt hatte, seine Sicht auf das Geschehene vorzutragen, hat sein führender Anwalt Ed Chernoff offenbar beschlossen, dass es besser sei, dies nicht zu tun, berichte «RadarOnline».

«Dr. Murray würde es nicht durchstehen»

Murrays Anwaltsteam glaubt nicht, dass der Angeklagte bei einem Kreuzverhör durch den strengen Staatsanwalt gut aussehen würde: «Mandanten möchten immer aussagen, aber in diesem Fall könnte Staatsanwalt David Walgren ihn mürbe machen und Dr. Murray würde womöglich nicht einmal die grundlegenden Fakten des Falles durchstehen», verriet ein Insider. «Nicht sofort den den Notarzt gerufen zu haben, dann den Notärzten und Ersthelfern nicht zu sagen, dass er Jackson Propofol gegeben hatte, und nicht die geeigneten Überwachungsgeräte gehabt zu haben.»

Die Anklage hat ihre Vorwürfe bereits vorgetragen, während das Verteidigungsteam seine Argumente demnächst alle präsentiert haben sollte, so dass der Fall schon gegen Ende der Woche der Jury zur Entscheidung vorgelegt werden könnte.

Nachdem Superstar Michael Jackson, Vater von drei Kindern, vor zwei Jahren im Alter von 50 Jahren an einer akuten Propofol-Vergiftung starb, drohen Dr. Conrad Murray im Falle einer Verurteilung vier Jahre Haft in einem Staatsgefängnis und der Entzug seiner ärztlichen Zulassung.

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.