Sexismus-Vorwurf: Dr. Oetker holt Frauenbild aus den 50ern zurück
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Sexismus-VorwurfDr. Oetker holt Frauenbild aus den 50ern zurück

«Back deinen Mann glücklich», mit diesem Slogan wollte Dr. Oetker eine schöne WM-Kampagne fahren. Stattdessen verärgerte er Kundinnen.

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vay/rkn
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Mit diesem Werbesujet will Dr. Oetker in der Schweiz Frauen für das Backen begeistern. Der Versuch ging nach hinten los. In den sozialen Medien wurde die Werbung von vielen Frauen kritisiert.

Mit diesem Werbesujet will Dr. Oetker in der Schweiz Frauen für das Backen begeistern. Der Versuch ging nach hinten los. In den sozialen Medien wurde die Werbung von vielen Frauen kritisiert.

Das Sujet zementiere alte Rollenbilder. Dr. Oetker warb bereits in den 50er-Jahren mit Frauen, deren einzige Sorge die Zufriedenstellung ihres Ehemannes war. In diesem Spot von 1954 kommentiert die Off-Stimme: «Eine Frau hat zwei Lebensfragen: Was soll ich anziehen und was soll ich kochen?».

Das Sujet zementiere alte Rollenbilder. Dr. Oetker warb bereits in den 50er-Jahren mit Frauen, deren einzige Sorge die Zufriedenstellung ihres Ehemannes war. In diesem Spot von 1954 kommentiert die Off-Stimme: «Eine Frau hat zwei Lebensfragen: Was soll ich anziehen und was soll ich kochen?».

Hat Dr. Oetker den kontroversen Back-Werbespot absichtlich lanciert, um Aufmerksamkeit zu erregen? «Wir können das ganz klar verneinen», so die Sprecherin.

Hat Dr. Oetker den kontroversen Back-Werbespot absichtlich lanciert, um Aufmerksamkeit zu erregen? «Wir können das ganz klar verneinen», so die Sprecherin.

«Eine Frau hat zwei Lebensfragen: Was soll ich anziehen und was soll ich kochen?» Solche Sätze fallen in Werbespots, die Dr. Oetker in den 50er-Jahren im Fernsehen ausstrahlte und sich heutzutage im Internet grosser Beliebtheit erfreuen, weil ihr Frauenbild so angestaubt ist, dass es für Lacher sorgt.

Der deutsche Backwaren-Konzern scheint das anders zu sehen. In einer aktuellen Schweizer Werbekampagne wirbt er anlässlich der Fussball-WM mit dem Bild einer Frau und dem Slogan «Back deinen Mann glücklich».

Dieses Werbesujet verärgert viele Kundinnen. Auf Twitter und Facebook haben viele Frauen, darunter mehrere Schweizer Politikerinnen, ihrem Frust Luft gemacht:

Dr. Oetker Schweiz sagt auf Anfrage von 20 Minuten, dass die Firma trotz der negativen Rückmeldungen zu 100 Prozent hinter dem Sujet stehe. Eine Sprecherin schreibt per E-Mail: «Die Kampagne Love Cake inklusive des aktuell öffentlich diskutierten Fussballmotivs wurde von einem Team ausschliesslich aus modernen Frauen und teilweise auch Teilzeit arbeitenden Müttern entwickelt. Wir haben das Fussballmotiv jedoch offensichtlich nicht auf diese Weise interpretiert, sondern verstehen es auch mit einer gewissen Ironie.»

Hat Dr. Oetker den kontroversen Back-Werbespot absichtlich lanciert, um Aufmerksamkeit zu erregen? «Wir können das ganz klar verneinen», so die Sprecherin. Die Love-Cake-Kampagne habe man gemeinsam mit der Agentur Erdmann Peisker erarbeitet mit dem Ziel, die Schweizer zum Backen zu animieren. «Wir freuen uns darüber, wenn der Mann die Frau glücklich backt, der Enkel den Opa oder die Schwester den Bruder», heisst es bei der Firma. Aus diesem Grund seien in der Kampagne auch unterschiedlichste Menschen zu unterschiedlichsten Gelegenheiten zu sehen.

Dr. Oetker witzelt oft im Netz

Dr. Oetker ist bekannt dafür, kontroverse Themen aufzugreifen, insbesondere online. Als etwa Anfang Jahr der Hashtag #DeleteFacebook auf Twitter abging, schrieb das Unternehmen auf der Plattform: «Für 1.000 Retweets löschen wir unsere Facebook-Seite. Ganz bestimmt.» Auch damals hiess es seitens des Unternehmens, dass das nur als Scherz gemeint sei.

Im Januar machte Dr. Oetker Pizza Deutschland auf Twitter auf sich aufmerksam, weil das Unternehmen auf einen unhöflichen Tweet eine schnippische Antwort schrieb, über die sich viele Nutzer amüsierten:

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