Youtube-Star – «Drachenlord» wegen diverser Delikte zu zwei Jahren Haft verurteilt
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Youtube-Star«Drachenlord» wegen diverser Delikte zu zwei Jahren Haft verurteilt

Ein Gericht verurteilt den Youtuber Rainer Winkler, im Internet besser bekannt als «Drachenlord», zu einer Gefängnisstrafe wegen gefährlicher Körperverletzung und anderer Delikte.

von
Florian Osterwalder
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«Drachenlord» wurde nun zu zwei Jahren Haft verurteilt.

«Drachenlord» wurde nun zu zwei Jahren Haft verurteilt.

Daniel Karmann/dpa
Der Youtuber hat einen seiner «Hater» mit einer Taschenlampe geschlagen. 

Der Youtuber hat einen seiner «Hater» mit einer Taschenlampe geschlagen.

Daniel Karmann/dpa
Einen anderen hat er mit einem Backstein beworfen.

Einen anderen hat er mit einem Backstein beworfen.

Daniel Karmann/dpa

Darum gehts

  • Der Youtuber «Drachenlord» wird wegen diverser Straftaten zu zwei Jahren Haft verurteilt.

  • Demnach hat er einen «Hater» mit einer Taschenlampe geschlagen, einen anderen mit einem Backstein beworfen.

  • Immer wieder versammeln sich sogenannte «Hater» vor dem Haus des Youtubers, um diesen zu beschimpfen.

Der 32-jährige Youtuber «Drachenlord» ist wegen gefährlicher Körperverletzung und diverser anderer Straftaten zu zwei Jahren Haft verurteilt worden, wie deutschlandfunk.de vermeldet. Demnach hat er laut Anklage unter anderem einen Mann mit einer Taschenlampe auf die Stirn geschlagen und verletzt. Einen anderen hat er mit einem Backstein beworfen.

Der Deutsche, der sich «Drachenlord» nennt, streitet sich seit Jahren mit seinen Gegnern und Gegnerinnen – nicht nur im Internet, sondern auch in der realen Welt. Demnach sollen sogenannte «Hater» öfters vor seinem Haus im deutschen Mittelfranken auftauchen, um ihn zu provozieren. Wie «Focus» berichtet, gab es sogar schon grössere Demonstrationen vor seinem Haus. So sollen im August 2018 mehrere Hundert Menschen, einige davon sogar aus dem benachbarten Ausland, gegen den Youtuber demonstriert haben.

Doch der «Drachenlord» ist nicht ganz unschuldig an den ganzen Demonstrationen vor seinem Haus. So soll der Blogger 2014 in einem seiner Videos seine Adresse genannt haben und seine Gegnerinnen und Gegner dazu aufgefordert haben, zu ihm zu kommen. Seitdem sind schon einige Vandalierende vorbeigekommen, um seinen Zaun zu demolieren oder die Wände zu beschmieren. Michael Petzold vom Polizeipräsidium Mittelfranken: «Für seine Gegner ist sein Haus schon sowas wie ein Wallfahrtsort geworden.»

Für die fränkische Gemeinde, in der der Youtuber wohnt, ist dies jedoch eine enorme Belastung. Immer wieder müsse wegen diverser Delikte ausgerückt werden, sagt Petzold. Es seien zum Teil bis zu 15 Einsätze pro Tag. Die Gemeinde hat reagiert. Für den Ortsteil gilt eine Unterlassung von Menschenansammlungen. Wer dies missachtet, muss mit einer Geldstrafe bis zu 1000 Euro rechnen.

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