FCB-Wunschgegner: Dragovic will es mit Ronaldo aufnehmen
Aktualisiert

FCB-WunschgegnerDragovic will es mit Ronaldo aufnehmen

Der FC Basel sollte zum perfekten Sprungbrett in eine grosse Liga für Aleksandar Dragovic werden. Geworden ist es Liebe. So gross, dass der Verteidiger gar nicht weg will.

von
Eva Tedesco
Aleksandar Dragovic hat gestandene Spieler schon in jungen Jahren im Griff. (AFP)

Aleksandar Dragovic hat gestandene Spieler schon in jungen Jahren im Griff. (AFP)

«Das ist wie Weihnachten und Ostern zugleich», jubelte Dragovic nach dem historischen Sieg gegen Manchester United und der Qualifikation für die Achtelfinals in der Champions League. Einen grossen Anteil am Erfolg durfte sich - neben einer allgemein wunderbaren Mannschaftsleistung – auch das Innenverteidiger-Duo Abraham/Dragovic auf die Fahnen schreiben. Was die beiden Defensivleute gegen Weltklassestürmer wie Wayne Rooney abfingen, war grossartig.

«Wayne Rooney hat ja auch nur zwei Beine», sagte der Österreicher wenige Minuten nach dem Schlusspfiff cool. So unaufgeregt wie er das sagte, war Dragovic vor dem Spiel aber ganz und gar nicht, gab er kurz darauf schmunzelnd zu. Als er im Kabinengang neben Giggs, Rooney und Vidic stand, habe er schon «leichte Nervosität» gespürt. Die war im Spiel aber schnell verflogen. Angst vor dem Ausgleich oder gar zu verlieren hatte er lediglich ein, zwei Minuten nach dem Gegentreffer durch Phil Jones (89.). «Das ist der grösste Sieg und schönste Tag in meiner Karriere bisher», frohlockt der ehemalige Austrianer.

Bayern und Real Madrid als Wunschgegner

An die Auslosung am 16. Dezember verschwendet er aber nicht gross Gedanken. Noch nicht. Als Gegner wünscht sich der 14-fache österreichische Internationale vielleicht die Bayern, weil er gerne wieder auf Alaba treffen würde, mit dem er im Nachwuchs bei der Austria gespielt habe. Aber noch viel lieber nehme er Real Madrid. «Ich will es unbedingt einmal mit Cristiano Ronaldo aufnehmen.» Gar keine Freude hätte er mit Barcelona. «Die sind die Besten der Welt. Da kann man happig untergehen.»

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Aber er will auch weiter Werbung in eigener Sache machen. Zumal «Drago» immer gesagt hat, dass der FC Basel für ihn ein Sprungbrett in eine grosse Liga sein solle. Doch inzwischen hat er es nicht mehr eilig weiterzuziehen. «Ich habe noch nie in einer Mannschaft gespielt, die so zusammenhält und so viel Spass miteinander hat wie in Basel. So schnell strebe ich keinen Wechsel an. Die Zukunft spricht für mich: Oder kennen Sie einen Innenverteidiger in der Champions League, der erst 20 Jahre alt ist?»

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