Drahtzaun trennt Freundinnen
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Drahtzaun trennt Freundinnen

Ein Maschendrahtzaun teilt ein idyllisches Wohnquartier in Winterthur – und sorgt so für Knatsch unter den Nachbarn.

Im Quartier ist man entsetzt: «Die Mauer in Berlin wurde abgerissen, hier baut man einen Zaun», sagt eine Anwohnerin. Seit letzter Woche trennt ein hundert Meter langer Maschendrahtzaun in einer Wiese die Bewohner der Reismühlestrasse von den Bewohnern der Hegifeldstrasse in Winterthur Hegi.

Den Zaun liess die Siska Verwaltungs AG bauen – im Auftrag der Besitzerfamilie Zehnder von der Hegifeldstrasse, wie der «Landbote» berichtete. «Die Leute von der anderen Seite liefen unseren Mietern ständig durch den Gartensitzplatz», begründet Siska-Chef Rainer Heuberger die Massnahme.

Tatsächlich verläuft ein

beliebter Fussweg am Rande des Grundstücks. Der Zaun versperrt ihn nun, was wohl so bleibt: «Der Hag steht und das ist gut», so Heuberger.

Vor allem die Kinder sind die Leidtragenden: Der schöne Spielplatz ist für die einen nicht mehr direkt erreichbar. Eine Anwohnerin erzählt,

wie zwei kleine Freundinnen nicht mehr zusammen spielen können, da sie nicht entlang einer gefährlichen Strasse rund um den ganzen Block laufen dürfen.

(alk)

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