Unglück auf Baustelle: Drama in der SRG-Ruine: Junge Frau stürzte zu Tode
Aktualisiert

Unglück auf BaustelleDrama in der SRG-Ruine: Junge Frau stürzte zu Tode

Für eine junge Bernerin (17) wurde die SRG-Baustelle zur Todesfalle. Sie stürzte fast 50 Meter tief in einen Schacht.

von
Patrick Marbach

Wie eine Kriegsruine ragt das ausgeweidete SRG-Direktionsgebäude aus dem Berner Ostringquartier. Neben dem Unmut der Anwohner weckte die Dauerbaustelle offenbar auch die Neugierde von vier Jugendlichen. In der Nacht auf gestern sind eine 17 Jahre junge Frau und Kollegen unbefugt in das unheimliche Gebäude eingedrungen. Im Dunkeln gingen sie auf Erkundungstour.

«Nach eigenen Angaben wollten sie von den obersten Stockwerken aus die Aussicht genies­sen», sagt Thomas Jauch von der Kantonspolizei Bern. Doch im elften Stock stürzte die junge Frau in einen Schacht. Fast 50 Meter tief stürzte sie bis ins Untergeschoss. «Die schweren Verletzungen, die sie sich beim Aufprall zuzog, führten noch vor Ort zum Tod», bedauert Jauch. Die drei Begleiter blieben unverletzt. Sie werden von einem CareTeam betreut.

Auch SRG-Mediensprecher Daniel Steiner ist entsetzt, sagt aber: «Wir gehen davon aus, dass die Baufirma alle nötigen Sicherheitsmassnahmen getroffen hat.» Das Gelände ist umzäunt, Schilder warnen vor unbefugtem Betreten der Baustelle. Weil die Kosten explodierten, kam die Totalsanierung diesen Sommer ins Stocken. Die SRG-Direktion will ihre Büros aber 2010 wieder beziehen.

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