Australien: Drama vor tasmanischer Küste – 195 Grindwale sind bereits tot

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AustralienDrama vor tasmanischer Küste – 195 Grindwale sind bereits tot

Am Dienstag sind an der Küste Tasmaniens 230 Grindwale gestrandet. Trotz aller Rettungsversuche sind bislang 195 Tiere verendet.  

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Hunderte von Grindwalen sind bei einer Massenstrandung in Macquarie Harbour an der Westküste von Tasmanien gestrandet.

Hunderte von Grindwalen sind bei einer Massenstrandung in Macquarie Harbour an der Westküste von Tasmanien gestrandet.

NRE Tas via Getty Images
Wie es dazu kam, darüber rätselt die Wissenschaft. 

Wie es dazu kam, darüber rätselt die Wissenschaft. 

via REUTERS
Bereits am Montag waren 14 Pottwale gestrandet. 

Bereits am Montag waren 14 Pottwale gestrandet. 

AFP

Darum gehts 

  • Vor den Küsten Australiens, Tasmaniens und King Island sind in den letzten Tagen rund 230 Grindwale  gestrandet. 

  • Wie es dazu kommen konnte, ist noch unklar. 

  • Trotz gross angelegter Rettungsaktionen sind 195 Tiere gestorben. 

  • An der Küste der Insel King Island starben 14 Pottwale. 

Am Tag nach der Massenstrandung von etwa 230 Grindwalen in einer Bucht der australischen Insel Tasmanien sind Berichten zufolge nur noch 35 Tiere am Leben. Helferinnen und Helfer waren am Donnerstag im Einsatz, um die Körper der Meeressäuger mit Wassereimern und nassen Tüchern zu befeuchten. Der Sender ABC sprach von einem «Rennen gegen die Zeit». Allein in der Nacht seien fünf weitere Tiere verendet, sagte Brendon Clark vom «Tasmania Parks and Wildlife Service». 

Hohe Sterberate

Die Grindwale (auch Pilotwale genannt) waren am Mittwoch in der abgelegenen Macquarie-Bucht im Westen der Insel gestrandet. Zunächst soll Augenzeugen zufolge noch die Hälfte von ihnen am Leben gewesen sein. Vor genau zwei Jahren waren in der gleichen Bucht 470 Grindwale gestrandet, 111 von ihnen überlebten.

«Leider ist die Überlebenswahrscheinlichkeit der Pilotwale gering», sagte der Walforscher Olaf Meynecke von der Griffith University in Queensland der Deutschen Presse-Agentur. Selbst wenn die überlebenden Wale ins offene Meer transportiert würden, könnten viele versuchen, zu ihren gestrandeten Freunden und Familienmitgliedern zurückzukehren, erklärte der Deutsche. 

Würdest du dich für deine besten Freunde/Familie in Lebensgefahr bringen

Emotionale Verbindungen verhindern, dass sich Wale einzeln retten lassen

Der emotionale Stress der Tiere, die extrem enge Bindungen untereinander aufbauten, sei sehr gross. «Einige Tiere werden es jedoch schaffen, aber die Mehrzahl von ihnen wird verenden», erklärte er und fügte hinzu: «Für einen Walforscher wie mich, ist dies einer der schlimmsten Momente meiner Arbeit.»

Mit schwerem Gerät und Booten wollen die Einsatzkräfte versuchen, die überlebenden Wale mehrere Hundert Meter weit ins Meer zu transportieren, wie australische Medien berichteten. Die Rettungsarbeiten sind jedoch sehr schwierig, weil der Ocean Beach, wo die Tiere an Land gespült wurden, einen 30-minütigen Fussweg vom nächsten Parkplatz entfernt liegt. 

Du weisst von einem Tier in Not?

Hier findest du Hilfe:

Feuerwehr, Tel. 118 (Tierrettung)

Polizei, Tel. 117 (bei Wildtieren)

Tierrettungsdienst, Tel. 044 211 22 22 (bei Notfällen)

Schweizerische Tiermeldezentrale, wenn ein Tier entlaufen/zugelaufen ist

Stiftung für das Tier im Recht, für rechtliche Fragen

GTRD, Grosstier-Rettungsdienst, Tel.  079 700 70 70 (Notruf)

Schweizerische Vogelwarte Sempach, für Fragen zu Wildvögeln, Tel. 041 462 97 00


Tierquälerei:

Meldung beim kantonalen Veterinäramt oder beim Schweizer Tierschutz (anonym möglich)

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(DPA/AFP/pco)

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