Drastisch weniger Schüler
Aktualisiert

Drastisch weniger Schüler

Die Zahl der Schülerinnen und Schüler der obligatorischen Schule wird bis 2012 deutlich abnehmen. Das Bundesamt für Statistik geht von einem Rückgang um rund 100 000 Schüler aus.

Mit der stärksten Abnahme auf Primarstufe muss die Ostschweiz rechnen.

Erstmals seit zehn Jahren wurden wieder solche Prognosen gemacht, wie es im Bericht des Bundesamtes für Statistik (BFS) heisst. Diese Vorausschätzungen seien sehr wichtig, um die Entwicklung im gesamten Bildungsbereich zu planen. Nach einer starken Zunahme der Anzahl Schülerinnen und Schüler während der letzten zehn Jahren rechnet das BFS auf Stufe der Vorschule und der obligatorischen Schule mit einem markanten Rückgang der Schülerzahlen. 2012 werde es wahrscheinlich rund 95.000 Schülerinnen und Schüler weniger als noch im Jahr 2002 geben. Dies entspricht einem Rückgang um 10,5 Prozent. Damit dürfte der gesamte Schülerbestand im Jahr 2012 ähnliche tiefe Werte wie zwischen 1985 und 1990 erreichen. Während dieser Rückgang in der Vorschule und auf Primarstufe bereits eingesetzt hat, dürften die Schülerzahlen der Sekundarstufe I, also der siebten bis neunten Klasse, bis Schulbeginn 2005 weiter wachsen und anschliessend ebenfalls zurückgehen.

Laut BFS ist mit grossen regionalen Unterschieden zu rechnen. Alle Stufen zusammengenommen dürfte die Abnahme je nach Region zwischen 14 und 20 Prozent liegen. Stark betroffen wird die Ostschweiz sein. Das BFS geht von einem Rückgang in dieser Region um rund 20 Prozent aus. Einzig die Genferseeregion und Zürich werden den Prognosen zufolge stabile Zahlen verzeichnen. (dapd)

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