Aktualisiert 08.09.2009 18:47

Drama in den BergenDrei Alpinisten zu Tode gestürzt

Aosta/Pontresina In den Schweizer Alpen sind am Montag drei Bergsteiger ums Leben gekommen. Zwei Schweizer stürzten im Monte-Rosa-Massiv von einem vergletscherten Bergkamm mehrere hundert Meter in die Tiefe.

Die Polizei von Cervinia (I) leitete eine Untersuchung ein, um die Unfallursache abzuklären. Das Drama hatte sich am Montagmorgen auf dem über 4000 Meter hohen Breithorn, einem mehrere Gipfel umfassenden, vergletscherten Bergkamm im italienisch-schweizerischen Grenzgebiet zugetragen.

Bei den Opfern handelt es sich um einen Bergführer und dessen Kunden. Beide sind gemäss Angaben der italienischen Nachrichtenagentur ansa Schweizer.

Am Piz Bernina im Oberengadin war am Montagnachmittag eine Dreierseilschaft unterwegs, als die in der Mitte gehende Frau oberhalb der Fuorcla Prievlusa auf etwa 3600 Meter über Meer ausrutschte. Damit brachte sie den vor ihr gehenden Mann aus dem Gleichgewicht, worauf dieser über die linke Gratseite abstürzte.

Er rollte die Bergflanke hinunter und wurde durch das Seil stranguliert. Dass nicht die ganze Seilschaft abstürzte, ist dem hinteren Bergsteiger zu verdanken. Er konnte durch einen Sprung auf die rechte Gratseite den Absturz verhindern und damit ihn und die Frau retten, wie die Kantonspolizei Graubünden mitteilte.

Glück im Unglück wiederum hatte der Pilot eines Kleinflugzeuges, das am Montagmorgen im Monte-Rosa-Gebiet abstürzte. Er zog sich mehrere Knochenbrüche zu, schwebt aber nach Angaben der Ärzte vom Spital in Aosta nicht in Lebensgefahr. (sda)

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