Aktualisiert 17.03.2004 16:47

Drei Drogenhändler in Basel festgenommen

Ein mutmasslicher Drogenhändler aus Schwarzafrika ist am Dienstag in Basel mit 40 Gramm in Verkaufsdosen abgepacktem Kokain geschnappt worden.

Die Polizei nahm ihn fest, als er eine konspirative Wohnung im Kleinbasel verliess, die als Stützpunkt für den Kokainhandel diente.

Neben dem 30-jährigen Dealer wurden in der Wohnung zwei weitere Schwarzafrikaner im Alter von 21 und 22 Jahren festgenommen, wie die Staatsanwaltschaft am Mittwoch mitteilte. Ausser Kokain, Verpackungmaterial und Drogenutensilien wurden rund 9000 Fr. in bar sowie elf Handys beschlagnahmt.

Nach Erkenntnisssen der Basler Staatsanwaltschaft bezogen verschiedene Personen aus Schwarzafrika in jenem Logis zum Verkauf bestimmtes Rauschgift. Die Drogen stammten von einer in Basel und Zürich aktiven Organisation, die von Oktober bis Dezember 2003 insgesamt 15 Kilo Kokain in die Schweiz geschmuggelt hatte.

In Zürich aufgedeckt

Vier Philippininnen, die dieser Organisation angehörten, waren im vergangenen Dezember festgenommen worden, nachdem auf dem Flughafen Zürich-Kloten 5 Kilo Kokain sichergestellt worden waren. Der grösste Teil des Rauschgiftes wurde nach Angaben der Staatsanwaltschaft in Basel von Schwarzafrikanern verkauft.

Bei der Festnahme auf offener Strasse musste der 30-jährige von der Polizei überwältigt werden, weil er schrie und sich heftig wehrte - aus taktischen Gründen, wie die Staatsanwaltschaft vermutet. Denn der Überwältigte habe beim Polizeieinsatz nicht die geringsten Verletzungen erlitten.

Die weiteren Ermittlungen gestalten sich laut Staatsanwaltschaft äusserst schweirig, weil die Festgenommenen die Ausage durchwegs verweigerten. Sie besitzen keine Papiere und operieren mit falschen Namen. Als Herkunftsland geben sie wahlweise Nigeria, Liberia oder Sierra Leone an, wie es in der Mitteilung weiter heisst. (sda)

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