Solothurn: Drei Fachbehörden für Kindesschutz
Aktualisiert

SolothurnDrei Fachbehörden für Kindesschutz

Im Kanton Solothurn sollen ab 2013 nur noch drei kantonale Fachbehörden über Vormundschaft oder über Fragen im Kinder- und Erwachsenenschutz entscheiden.
Der Solothurner Regierungsrat will dazu 25 Stellen schaffen und 4,8 Millionen Franken aufwenden.

Der Regierungsrat schlug am Montag vor, dass die Fachbehörden die kommunalen Laienbehörden als Entscheidungsgremium ersetzen sollen, wie der Kanton Solothurn am Dienstag mitteilte.

Eine Fachbehörde soll den unteren Kantonsteil mit Olten-Gösgen abdecken, eine den mittleren Kantonsteil Thal-Gäu und Dorneck- Thierstein. Eine weitere soll für den oberen Kantonsteil mit Solothurn-Lebern, dem Wasseramt und den Bucheggberg zuständig sein.

Die neuen kantonalen Fachbehörden machen die regionalen Sozialdienste aber nicht überflüssig. Sie sollen weiterhin die Vorabklärungen machen, die angeordneten Massnahmen überwachen und die Mandate führen.

Insgesamt 25 neue Stellen

Der Kanton Solothurn rechnet für die Fachbehörden mit 19 neuen Stellen, wie Claudia Hänzi, Leiterin Abteilung Familie beim Amt für soziale Sicherheit (ASO), auf Anfrage sagte. Sechs weitere Stellen können aus der Kantonsverwaltung in die neuen Fachbehörden überführt werden.

Der Kanton Solothurn revidiert das Vormundschaftsrecht, weil der Bund ein neues Kindes- und Erwachsenenschutzrecht beschlossen hat. Der Regierungsrat gibt die Vorlage bis zum 18. März 2011 in die Vernehmlassung.

Danach entscheidet der Kantonsrat über das revidierte Vormundschaftsrecht. Per Anfang 2013 muss es gemäss den Vorgaben des Bundes umgesetzt sein. (sda)

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