Aktualisiert 25.06.2009 20:50

HolidayDrei fiese Ferienerlebnisse

Warum die Friday-Redaktoren es ganz okay finden, im Sommer zu Hause zu bleiben.

von
Martin Fischer
Christina Duss und Jonas Dreyfus

1. Märchen müssen wahr werden können. Das dachte ich mir zumindest im Urlaub auf Formentera, Spanien. Ich hatte mit meinen Freunden an der Strandpromenade einen verlorenen Frauenschuh gefunden. Wir kamen auf die Idee, das Aschenputtel zu suchen, das seinen Schuh vermisste. Als wir die erste Gruppe Mädchen ansprachen, tippte mir jemand von hinten auf die Schulter. Ich drehte mich um — und schon knallte mir ein Typ seine kräftige, spanische Faust auf die linke Wange. Ich nehme an, es war der Freund des vermeintlichen Aschenputtels. Wir gaben unsere Suche jedenfalls auf. Märchen sind eben Märchen. (Martin Fischer)

2. Mein Bruder und ich wanderten im Yosemite-Nationalpark in den USA. Vor einer Kurve hörten wir plötzlich ein seltsames Scharren. Als wir vorsichtig weitergingen, sahen wir einen grossen Schwarzbären, der wenige Meter vor uns auf dem Wanderweg hockte. Er kehrte uns den Rücken zu — also bogen wir mucksmäuschenstill ins Unterholz ab, kletterten an einer Felswand hoch und klammerten uns an einen Ast. Aber der Bär wollte nicht weg. Irgendwann schlichen wir in einem grossen Bogen um ihn herum und rannten gefühlte zwei Stunden talabwärts. Meine weissen Chucks (zugegebenermassen nicht die besten Trekking-Schuhe) waren blutbefleckt von meinen aufgeschürften Füssen. (Christina Duss)

3. Es geschah am dritten Tag meines Ferienaufenthaltes in Puerto Vallarta, Mexiko: Meine Begleitung und ich sassen in der Nacht am seelenverlassenen Strand. Weil sich die Margaritas bemerkbar machten, die ich getrunken hatte, pinkelte ich im Stehen in die Brandung. Keine gute Idee, wie sich herausstellte. Denn kaum war ich fertig, tauchten aus dem Nichts zwei Polizisten auf und fesselten mir die Arme mit Handschellen auf den Rücken. Sie zählten das Geld, das ich auf mir trug, und berechneten daraus die «Busse»: 100 Dollar — und ich war wieder frei. Zwei Tage später brach die Schweinegrippe aus. (Jonas Dreyfus)

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