3 Goldmedaillen an einem Paralympics-Tag – und noch 2mal Bronze dazu
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Schweizer MedaillenhamstererDrei Goldmedaillen an einem Paralympics-Tag – und zwei Bronzene dazu

Die Schweizer Delegation verdoppelte beinahe die Medaillen-Bilanz an den Paralympics in Tokio in nur einem Tag. Das Schweizer Team steht nun bei zwölf Auszeichnungen.

von
Adrian Hunziker
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Da strahlt sie, Manuela Schär, nach ihrem Sieg über 400 m und ihrer insgesamt vierten Medaille an diesen Spielen. 

Da strahlt sie, Manuela Schär, nach ihrem Sieg über 400 m und ihrer insgesamt vierten Medaille an diesen Spielen.

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Marcel Hug kriegt sein Lächeln nicht mehr aus dem Gesicht – kein Wunder, nach der dritten Goldmedaille. 

Marcel Hug kriegt sein Lächeln nicht mehr aus dem Gesicht – kein Wunder, nach der dritten Goldmedaille.

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Und auch Catherine Debrunner freut sich über Gold, nachdem sie zuvor bereits einmal Bronze gewonnen hatte. 

Und auch Catherine Debrunner freut sich über Gold, nachdem sie zuvor bereits einmal Bronze gewonnen hatte.

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Darum gehts

  • Was für ein Schweizer Tag an den Paralympics!

  • Das Schweizer Team sammelte fünf Medaillen an diesem Donnerstag.

  • Für Schär, Hug und Debrunner war es nicht die erste Auszeichnung an diesen Spielen.

Die Schweizer Medaillen-Bilanz an den Paralympics vor Donnerstag stand bei drei Goldenen, drei Silbernen und einer Bronzenen, also bei sieben Medaillen. Nun kamen an einem einzigen Tag gleich fünf Stück dazu. Manuela Schär, die bereits einmal Gold und zweimal Silber gesammelt hatte, legte eine weitere Goldmedaille drauf, die 36-jährige Rollstuhlfahrerin siegte über 400 m.

Die Krienserin gewann ihr Rennen vor der US-Amerikanerin Cheri Madsen und der Chinesin Zhaoqian Zhou. Nach dem Regenrennen sagte sie: «Es sind schwierige Bedingungen, aber das sind sie für alle.» Sie wusste, dass sie nach den Vorläufen noch einen draufsetzen konnte. «Aber dass es bis nach ganz vorne reicht, das ist eine Überraschung, aber ich habe eine riesige Freude.» Nun kann sich Schär etwas ausruhen, bevor sie im Marathon die fünfte Medaille in ihrer fünften Disziplin anstrebt.

«Das war ein recht spezieller Moment»

Noch erfolgreicher, was die Goldmedaillen betrifft mit nun dreien, ist Marcel Hug. Die «Swiss Silver Bullet», wie er auch genannt wird, gewann nach Gold über 5000 m und 1500 m nun noch die dritte über 800 m. «Es ist mir selber schon etwas unheimlich, wie es mir aktuell gerade läuft», sagte ein überglücklicher Hug. Und der 35-Jährige könnte ebenfalls noch eine Auszeichnung drauflegen, auch im Marathon.

Die Dritte im Bunde, die am Donnerstag Gold holte, ist Catherine Debrunner. Die 26-Jährige ging ebenfalls über 400 m an den Start, aber in einer anderen Kategorie als Schär. Sie ging sogleich in Führung und gab diese bis ins Ziel nicht mehr ab. «Ich merkte in der letzten Kurve, dass es reicht. Da dachte ich: Scheisse, fahr einfach weiter und gib nicht auf. Das war ein recht spezieller Moment», sagte sie im Ziel. Auch für Debrunner ist es nicht die erste Auszeichnung, über 800 m hatte sie zuvor Bronze gewonnen.

Wie in einem Traum

Neben den drei erfolgreichen Rollstuhlfahrerinnen und -fahrern wusste die Weitspringerin Elena Kratter zu überzeugen. Sie sprang mit 5,01 m einen persönlichen Rekord und dieser reichte ihr zur Bronzemedaille hinter der Australierin Vanessa Low und der Italienerin Martina Caironi. «Ich kann es gar nicht glauben, es ist wie ein Traum und ich warte drauf, bis mich jemand weckt», sagte sie gegenüber SRF.

Der erst 18-jährigen Schwimmerin Nora Meister gelang es ebenfalls, sich die Bronzene Auszeichnung zu sichern – über 400 m Freistil. Es war ihre erste Paralympics-Medaille. Über 100 m Rücken wird sie am Freitag versuchen, noch eine Schippe draufzulegen und sich erneut eine Medaille zu sichern.

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