Aktualisiert 27.09.2005 16:49

Drei Jahre Gefängnis für Kinderschänder

Ein 57-jähriger Chauffeur ist vom Zürcher Bezirksgericht wegen sexueller Handlungen mit Kindern, mehrfacher Schändung und Pornografie zu einer unbedingten Gefängnisstrafe von drei Jahren verurteilt worden.

Der Mann ist geständig. Der Verurteilte muss sich während des Strafvollzugs einer ambulanten Psychotherapie unterziehen. Das Gericht sprach am Dienstag von einem ausserordentlich schweren Verschulden und folgte in allen Punkten den Anträgen der Staatsanwaltschaft. Völlig unbestritten war das Verschulden des Angeklagten.

Der Mann missbrauchte im Sommer 2003 am Waldrand von Uster einen 15-jährigen, geistig behinderten Knaben zwei Mal sexuell. Den Jugendlichen hatte er im Bus kennengelernt und später mehrmals in seinem Auto mitgenommen, wo es auch zu den Übergriffen kam.

Übergriffe auf eigene Tochter

Schwerer noch wog der zweite Vorwurf: Der Mann missbrauchte zwischen 1985 und 1993 seine in diesen Jahren 7- bis 15-jährige Tochter regelmässig sexuell. Gemäss Anklage geschah dies mindestens einmal wöchentlich. Bei einer Hausdurchsuchung fand die Polizei auf dem Computer des Mannes zudem Bilder von Pornografie mit Tieren.

Die Verteidigung hatte vergeblich eine Gefängnisstrafe von 18 Monaten bedingt oder 24 Monaten unbedingt bei einem Aufschub der Strafe zugunsten einer ambulanten Psychotherapie gefordert. Der Mann muss seiner Tochter ausserdem Schmerzensgeld in der Höhe von 20 000 Franken bezahlen.

(sda)

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