Drei Jahre Zuchthaus für rächenden Vater
Aktualisiert

Drei Jahre Zuchthaus für rächenden Vater

Das Zürcher Geschworenengericht hat am Dienstag einen heute 65-jährigen Angeklagten des versuchten Totschlags schuldig gesprochen und zu drei Jahren Zuchthaus verurteilt.

Dank zweijähriger Untersuchungshaft kommt er am Mittwoch frei. Das Gericht berücksichtigte, dass das Tötungsdelikt in zwei Phasen ablief: Für die ersten Schüsse liess es Notwehr gelten, da der Mann selbst beschossen wurde.

In einer zweiten Phase gab der Angeklagte nochmals Schüsse auf den schon am Boden liegenden Mann ab. Zu diesem Zeitpunkt sei das Opfer aber schon tot gewesen. Es handle sich also nur um versuchten Totschlag, argumentierte das Gericht.

Der Kosovo-Albaner hatte am 6. Juli 2002 in Glattbrugg miterlebt, wie sein Sohn von einem 21-jährigen Landsmann erschossen wurde. Daraufhin tötete der Vater den Angreifer mit mehreren Schüssen.

(sda)

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